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US-Behörde warnt vor den "10 Dot-Cons"

02.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hat eine Liste mit den zehn weltweit populärsten Betrugsmethoden im Internet herausgegeben, um Verbraucher vor den Gefahren zu warnen. Die Top Ten der Dot-Cons ("con" = Englisch für "betrügerisch"), die auf der FTC-Website einsehbar sind, wurden in einer zehn Monate langen Aktion in den USA und acht weiteren Ländern ermittelt. An erster Stelle rangieren mit 45 Prozent aller eingegangenen Verbraucherklagen Machenschaften rund um Online-Auktionen. Besonders verbreitet ist hier das Abkassieren der Bieter, ohne ihnen jemals die ersteigerte Ware auszuliefern.

Rund 21 Prozent der geprellten Benutzer monierten Betrügereien im Bereich Internet-Zugang. Die FTC warnt ausdrücklich vor Anzeigen auf Websites, die mit einem kostenlosen Ansichts- oder Einwählprogramm für pornografische Inhalte werben. Viele davon sind so manipuliert, dass sie die PCs der Anwender von ihrem Internet-Service-Provider trennen und mit einem anderen im Ausland befindlichen Provider verbinden, was die Telefonkosten der Nutzer in die Höhe treibt.

"In allen Fällen handelt es sich um klassische Betrugsmethoden", erklärte Jodie Bernstein, Director für Verbraucherschutz bei der FTC. "Aber durch die Möglichkeit, via Internet international zu operieren, erhalten sie ein größeres Potenzial." Die Dot-Con-Aktion resultierte in Gerichtsverfahren gegen 251 Schlepper in Australien, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Irland, Kanada, Norwegen, Neuseeland und den USA. Die FTC arbeitet mit Verbraucherschutzorganisationen und Strafverfolgungsbehörden anderer Länder zusammen, um eine weltweite Koalition gegen Online-Betrug zu gründen.