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US-Anwender klagen gegen Kopierschutz

17.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anwender in den USA haben eine Sammelklage gegen die fünf führende Musikkonzerne angestrengt. Vor einem Gericht in Los Angeles wollen die Verbraucher erreichen, dass Universal Music Group, BMG, EMI, Sony Music und AOL Time Warner kopiergeschützte CDs nicht ohne entsprechende Kennzeichnung in den Handel bringen dürfen. Bereits im Januar 2002 forderte Philips Warnhinweise, weil nach Ansicht des Konzerns kopiergeschützte Musik-CDs nicht dem CD-Standard entsprechen.

Vertreter der US-Interessengemeinschaft RIAA (Recording Indusry Association of America) äußerten sich empört über den jetzt eröffneten Prozess. Unter Betracht des ständig zunehmenden Tauschs von Audiodateien über P2P-Dienste (Peer-to-Peer) müssten die Unternehmen Kopierschutzmechanismen einsetzen, um ihre und Rechte und die der Künstler zu wahren. Allerdings sollen in Zukunft neue Techniken dafür sorgen, dass sich die gesicherten Silberscheiben auch auf PC-Laufwerken abspielen lassen. Lediglich eine Vervielfältigung soll verhindert werden. (lex)