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US-Anschläge: Digital Leisure legt Videospiel vorerst auf Eis

19.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Angesichts der jüngsten Terroranschläge in den USA hat der kanadische Hersteller Digital Leisure den Verkaufsstart seines Videospiels "Crime Patrol" verschoben. Das Unternehmen hält eine Veröffentlichung zum gegenwärtigen Zeitpunkt für unpassend, da es im Spielablauf zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Terroristen kommt. "Wir denken, dass Crime Patrol nur schmerzliche Erinnerungen an die Attacken in New York und Washington wecken würde", so Elizabeth Foster, President von Digital Leisure. Einer Sprecherin zufolge erwägt das Unternehmen auch auf die Markteinführung des Spiels ganz zu verzichten. Ursprünglich sollte das Produkt am 16. November in die Läden kommen. Auch der Hersteller Electronic Arts hatte am vergangenen Dienstag aufgrund der Terroranschläge sein Online-Spiel "Majestic" vom Netz genommen (Computerwoche online berichtete).