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US-amerikanische IT-Anbieter stellen wieder ein

29.04.2004

Nach Einschätzung von Experten zeichnet sich auf dem US-amerikanischen Markt für IT-Stellen eine leichte Erholung ab. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" seien seit Ende vergangenen Jahres in der Branche knapp 20 000 freie Stellen angeboten worden. Damit wurden erstmals seit drei Jahren wieder mehr IT-Fachkräfte eingestellt statt auf die Straße gesetzt. Vor allem kleinere Unternehmen würden verstärkt Jobs schaffen, erläutert der kalifornische Wirtschaftsexperte Stephen Levy. Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass Kapitalgeber wieder verstärkt in junge Startup-Firmen investierten. Er gehe davon aus, dass 2004 in den USA rund ein Drittel mehr Venture Capital zur Verfügung stehen werde als noch im vergangenen Jahr.

Andere Marktbeobachter teilen diese positive Einschätzung nicht. So agierten viele Unternehmen angesichts der zurückliegenden Durststrecke noch vorsichtig, was neue Stellen betreffe. Zwar verzeichneten laut einer Umfrage von Merrill Lynch, das 46 große IT-Unternehmen befragte, viele Firmen steigende Umsätze und Profite. Allerdings gebe es auch anders gelagerte Fälle. So hat beispielsweise Server-Spezialist Sun Microsystems angesichts der schlechten Zahlen angekündigt, im Laufe des Jahres 3300 Stellen abzubauen. Insgesamt gehen die Wirtschaftsforscher jedoch davon aus, dass wieder verstärkt IT-Kräfte gesucht werden. Damit werde sich auch die Aufregung um Offshore-Outsourcing ein wenig legen, glaubt Andrew Tilton von Goldman Sachs. (ba)