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US-Aktienoptionsskandal erschüttert auch Hightech-Firmen

18.05.2006
Beim Halbleiterhersteller Vitesse Semiconductor sind drei Top-Manager inklusive des CEO Louis Tomasetta entlassen worden. Das Unternehmen ist in einen Skandal um die Gewährung von Aktienoptionen verwickelt, der derzeit die US-Wirtschaft erschüttert.

Vor einigen Wochen hatten Ermittler aus New York bereits die Firma Comverse Technology vorgeladen, wo gleichfalls schon drei Executives gehen mussten. Nur laufen auch Ermittlungen gegen Vitesse und den Versicherungskonzern UnitedHealth Group.

In den Unternehmen erhielten Manager offenbar regelmäßig Aktienoptionen zu günstigen Preisen, oft kurz bevor der Kurs stark anstieg. Die Muster lassen vermuten, dass hier kein Zufall vorliegt, sondern die Zuteilungen passend rückdatiert wurden. Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) untersucht deswegen laut Insidern rund 20 Unternehmen, zu den auch Vitesse gehören soll. (tc)