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US-Airways-Pleite drückt EDS-Gewinn

17.09.2004

Der texanische IT-Serviceriese Electronic Data Systems (EDS) hat erneut Ärger wegen eines Großauftrags. Das Unternehmen kündigte in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC an, dass das Ergebnis im laufenden dritten Quartal voraussichtlich um bis zu drei Cent je Aktie niedriger ausfallen könnte. Im Juli hatte der Konzern für das Quartal einen Nettogewinn von fünf bis zehn Cent je Anteil in Aussicht gestellt.

Grund sei die Befürchtung, dass EDS kein Geld von dem Großkunden US Airways sehen werde, nachdem dieser am vergangenen Sonntag einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter Eleven des US-Konkursgesetzes gestellt hatte. EDS-Angaben zufolge beliefen sich die offenen Rechnungen zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags auf 27 Millionen Dollar. Hinzu kämen weitere mit dem Auftrag verbundene Investitionen von rund 16 Millionen Dollar, teilten die Texaner mit. Bezüglich des Umfangs der dafür erforderlichen Rückstellungen habe das Unternehmen jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

EDS hatte den Vertrag mit US Airways im Zusammenhang mit der Übernahme der IT-Servicesparte von Sabre Holdings im Juli 2001 erhalten. Der auf zehn Jahre befristete Outsourcing-Auftrag steuerte im ersten Halbjahr 2004 rund 77 Millionen Dollar zu den insgesamt 10,4 Milliarden Dollar Umsatz bei. (mb)