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UPDATE: Pixelpark schließt Niederlassungen in Deutschland und USA

22.05.2001
Der defizitäre Internet-Dienstleister Pixelpark schließt seine US-Niederlassung bis Ende September. Hierzulande werden die Zweigstellen Stuttgart und Frankfurt bis Juli dicht gemacht. Das Dortmunder Büro sowie Pixelpark CEE (Osteuropa) werden im Rahmen eines Management-Buyouts abgestoßen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der defizitäre Berliner Internet-Dienstleister Pixelpark will seine Niederlassung in den USA bis zum 30. September schließen. In Deutschland werden die Zweigstellen in Stuttgart und Frankfurt bis zum 30. Juni dicht gemacht. Das Dortmunder Büro sowie die Pixelpark CEE (Osteuropa) sollen im Rahmen eines Management-Buyouts abgestoßen werden. Das gab das Unternehmen auf seiner heutigen Bilanzpressekonferenz in Berlin bekannt. Pixelpark bestätigte den geplanten Abbau von 200 Stellen in Deutschland, von denen auch 61 Mitarbeiter in Berlin betroffen sind. In Hamburg, München und Köln sei der Konsolidierungsprozess bereits abgeschlossen, hieß es. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen, die nicht nur das Personal sondern auch die Infrastruktur und Reisenkosten betreffen, will Pixelpark rund zwei Millionen Euro einsparen. Bis Ende September wurde ein Investitionsstopp

verhängt.

Nachdem sich der Betriebsrat über die Entlassungen beschwert und beim Berliner Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung beantragt hatte, erklärte die Web-Agentur gegenüber der COMPUTERWOCHE: "Gern würden wir die Position des Betriebsrats teilen, was uns aber leider nicht möglich ist. Wir haben unsere Position juristisch sorgfältig geprüft. Wir werden natürlich die gerichtliche Entscheidung abwarten und im Falle einer einstweiligen Verfügung die Gespräche über Aufhebungsverträge einstellen. Wir gehen aber nicht von einer solchen Entscheidung aus. Wir möchten selbstverständlich die Gespräche mit dem Betriebsrat weiterführen und unser Angebot, mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan zu verhandeln besteht auch weiterhin." Die Mitarbeitervertretung hatte bemängelt, dass sie in die Gespräche über die geplanten Entlassungen nicht mit einbezogen worden war (siehe heutigen Beitrag "Pixelpark-Betriebsrat: "Wir verlangen eine Mindesthöflichkeit").