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Update: Nur noch jeder dritte Mitarbeiter kommt bei Sun ins Büro

24.07.2006
Zwei Drittel aller Mitarbeiter von Sun Microsystems in Deutschland werden künftig zum Arbeiten nicht mehr zu Sun ins Büro kommen. Sie bleiben zu Hause und arbeiten von dort aus.

Ein entsprechender Bericht des aktuellen "Spiegel", den auch die "Süddeutsche Zeitung" am 24. Juli zitiert, enthält Informationen, die COMPUTERWOCHE Online am 4. Juli 2006 veröffentlicht hatte.

Neben der Spiegel-Information, Sun werde viele seiner Niederlassungen schließen, teilte das Unternehmen dieser Zeitung jetzt mit:

Insgesamt unterhält Sun in Deutschland neben dem Hauptsitz in München noch die Dependancen in Hamburg, Berlin, Ratingen, Langen bei Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg und Regensburg. An den beiden letztgenannten Niederlassungen arbeiten nur sehr wenige Mitarbeiter. Hierbei handelt es sich um Entwickler. Sie werden nicht Teil des "iWork-Konzeptes" sein, wie Sun die Heimoffice-Tätigkeiten bezeichnet. Betroffen sind vor allem die Orte Hamburg, Berlin, Ratingen, Langen und Stuttgart sowie in sehr viel kleinerem Umfang München.

Ein Firmensprecher sagte gegenüber COMPUTERWOCHE ONLINE, dass in allererster Linie Mitarbeiter aus dem Vertrieb in das Drop-in-Konzept eingebunden werden - Drop-in deshalb, weil diese Angestellten abgesehen von ihren Heimarbeitsplätzen auch in Centern gleichen Namens arbeiten können, die mit Internetcafés verglichen werden könnten. "Da die Vertriebsmitarbeiter ohnehin 80 Prozent ihrer Zeit beim Kunden verbringen, sind sie die logische Klientel für solch ein Konzept", so Harald Gessner von Sun Microsystems. Das Drop-in-Konzept soll in den kommenden sechs bis 18 Monaten sukzessive realisiert werden.

Er bestätigte noch einmal, dass von insgesamt rund 1650 in Deutschland arbeitenden Sun-Mitarbeitern rund acht Prozent entlassen werden. Betroffen wären somit etwa 130 Mitarbeiter. In München arbeiten zirka 600 Sun-Angestellte. Die übrigens fast 1000 Sun-Angehörigen verteilen sich im Wesentlichen und jeweils ähnlichen Teilen auf die großen

Standorte Berlin, Hamburg, Stuttgart, Langen und Ratingen, die auch das gesamte Umland bedienen. In Nürnberg und Regensburg arbeiten jeweils knapp zehn Mitarbeiter. (jm)