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Update: Microsoft will Raubkopien den Garaus machen

26.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ab Januar 2000 wird es unmöglich sein, die OEM-Software-Produkte (Original Equipment Manufacturer) Windows 95, 98, NT und 2000 von Microsoft zu kopieren. Der Softwaregigant hat bekanntgegeben, seine Betriebssysteme künftig individuell an die jeweilige Hardware zu koppeln (CW Infonet berichtete). Durch die Verknüpfung von PC und Betriebssystem können Anwender die Software nur noch auf der dazugehörigen Hardware-Plattform einsetzen. Mit dieser Maßnahme will die Gates-Company jedoch vor allem der weitverbreiteten Praxis der Händler entgegen wirken, die CDs mit OEM-Software getrennt von der eigentlich zugehörigen Hardware als eigenständige Vollprodukte verkaufen.

Im kommenden Jahr sieht es für den Endkunden dann wie folgt aus: Er erhält beim Kauf eines Rechners mit vorinstalliertem OEM-Betriebssystem ein Handbuch, einen Online-Lizenzvertrag und das auf das PC-Gehäuse geklebte Echtheitszertifikat "COA" (Certificate of Authenticity). Der jeweilige PC-Hersteller kann Microsoft zufolge entscheiden, ob er eine an das jeweilige BIOS gebundene Recovery-CD mitliefert oder das Betriebssystem auf einem geschützten Teil der Festplatte zur Verfügung stellt.