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UPDATE: Microsoft stellt Security-Produkte vor

06.10.2005
"Wir werden erstmals in unserer Geschichte Unternehmenskunden eine derart umfassende Lösung für die Absicherung ihrer Clients zur Verfügung stellen," verkündete Konzernchef Ballmer.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Steve Ballmer hat auf einer Pressekonferenz in München erklärt, wie Microsoft das Thema Security in nächster Zeit adressieren will. Der CEO unterstrich dabei die Entschlossenheit des Konzerns, für mehr Sicherheit zu sorgen: "Wir haben die Talente, das Wissen und den Willen, sicherere Systeme bereitzustellen" so der Manager. Er präsentierte mehrere neue Produkte und Initiativen, die dies belegen sollen: Neben "Microsoft Antigen" und "Microsoft Client Protection" kündigte der Manager neue Handlungsleitfäden für Anwender und globale Allianzen an.

Microsoft Antigen basiert auf der Akquisition des Anbieters Sybari. Mit diesem Produkt will Microsoft seinen Kunden neben anderen Viren-Engines erstmals auch seine eigene zur Verfügung stellen. Antigen soll für Mail- und Collaboration-Server angeboten werden, etwa für "Exchange Server". Eine erste Betaversion soll in der ersten Jahreshälfte 2006 erhältlich sein.

Mit Client Protection (CP) hat Ballmer zudem eine integrierte Lösung für Desktops angekündigt. Diese soll Techniken wie Viren-, Spam-, Spyware- und Phishing-Schutz unter einem Dach vereinen und einen zentralen Kontrollpunkt im Kampf gegen elektronische Schädlinge bilden. Innerhalb seiner Strategie Network Access Protection (NAP) soll CP zudem dazu dienen, den Sicherheitsstatus eines Clients abzufragen, wenn dieser eine Verbindung mit einem Netz herstellen möchte. Die zugrunde liegende Technik stammt von Microsoft selbst (laut Ballmer floss unter anderem das "Malicious Software Removal Tool" ein) sowie aus Akquisitionen, etwa von Gecad oder Giant.

"Wir werden erstmals in unserer Geschichte Unternehmenskunden eine derart umfassende Lösung für die Absicherung ihrer Clients zur Verfügungstellen," verkündete Ballmer. Eine erste Beta des Produkts soll noch in diesem Jahr erscheinen, wann das fertige Produkt auf den Markt kommen soll, ist unklar. Dementsprechend will Microsoft Preise und Lizenzbedingen erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Mit Produkten und Investitionen in Technik sei es jedoch nicht getan, so Ballmer weiter. Microsoft wolle daher seinen Kunden ergänzend klar verständliche Richtlinien und Informationsmaterial bereitstellen. Hierzu planen die Redmonder unter anderem, die monatlichen Webcasts "Security360" in Kürze in lokalisierten Versionen zur Verfügung zu stellen. Bislang sind die Web-Sendungen nur auf englisch verfügbar. Auch die Initiative "Deutschland sicher im Netz" sieht der Manager als einen Baustein, um Anwender besser über Sicherheitsrisiken zu informieren. Sieben Maßnehmen habe man seit dem Start der Kampagne im Frühjahr dieses Jahres bereits umgesetzt (zuletzt mit einem Sicherheitspaket für Mittelständler), zwei weitere sollen im November und Dezember noch folgen.

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