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Update: Intel strebt eine Einigung im DVD-Streit an

05.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Donald MacDonald, Intels Vice President der Digital Home Group, will im Streit um das künftige DVD-Format offenbar eines erreichen: einen gemeinsamen Standard statt der zwei rivalisierenden Konzepte von Sony ("Blu-Ray") und Toshiba ("HD-DVD"). Gespräche müssten stattfinden, um einen Krieg der Formate zu vermeiden, "der die Konsumenten von der Erfahrung der hochauflösenden DVD-Welt abschneidet", erklärte der Intel-Manager kürzlich auf der Elektronikmesse "Ceatec 2005" in Japan.

MacDonald blieb allerdings die Antwort schuldig, wie er die beiden Lager einen will.

Zeit ist ein kritischer Faktor, weil beide Gruppen noch in diesem Jahr DVD-Hardware basierend auf dem jeweiligen Format auf den (Weihnachts-)Markt bringen wollen.

Intel selbst hat sich kürzlich zusammen mit Microsoft für das HD-DVD-Format ausgesprochen, was die eigenen Kunden verprellte - allen voran Dell und Hewlett-Packard, die beide Blu-Ray favorisieren. MacDonald bekräftigte, dass die Intel-Entscheidung "niemanden ausschließe". Allerdings ist das Toshiba-Format in den Augen von Intel und Microsoft das verbraucherfreundlichere.

Unter einem Weisungskonzept (mandatory-managed copy) hat die HD-DVD-Gruppe bereits beschlossen, dass Anwender die Inhalte der neuen DVDs auf ihre Festplatte laden können und über ein entfernt aufgestelltes Display - entweder ein TV-Gerät oder einen PC - überall im Haus betrachten können. "Das ist genau die Art von Consumer Electronic, die Intel mit seiner Technologie verfolgt", erklärte MacDonald. Ohne diese Funktion "gibt es Akzeptanzprobleme". (kk)

Die könnte Intels Partner Microsoft herauf beschwören: Die Softwareschmiede ist sich noch nicht sicher, ob das neue Betriebssystem "Vista" diese Funktion unterstützen wird. (kk)