Windows 10 erhält Power Throttling mit Redstone 3

Update erhöht Notebook-Akkulaufzeit

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Microsoft hat für Windows 10 ein Update in Aussicht gestellt, durch das die Notebook-Akkulaufzeit deutlich erhöht werden wird.

Windows 10 wird mit "Power Throttling" eine neue Funktion erhalten, die die Akkulaufzeit von Windows-10-Notebooks deutlich erhöhen wird. Das kündigt Bill Karagounis, Director of Program Management, in einem Beitrag im Windows Insider Blog an. Mit Windows 10 Creators Update hat Microsoft in Windows 10 den Spielemodus eingeführt, der die Spieleleistung unter Windows 10 erhöht. Von "Power Throttling" in Redstone 3 profitieren alle mobilen Geräte, auf denen Windows 10 läuft. Redstone 3 befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird voraussichtlich im Herbst 2017 an alle Windows-10-Nutzer ausgeliefert.

Power Throttling in Windows 10 soll Prozesse deutlich energiesparender verwalten.
Power Throttling in Windows 10 soll Prozesse deutlich energiesparender verwalten.
Foto: Microsoft / Windows Insider Blog

Windows Insider können Power Throttling in der kürzlich erschienenen Windows-10-Vorabversion mit der Build-Nummer 16176 bereits testen. Durch die Funktion wählt Windows 10 für die im Hintergrund laufenden Prozesse den CPU-Modus aus, der am wenigsten den Akku beansprucht und dennoch die Prozesse die ihnen zugewiesene Arbeit verrichten lässt. In einer Vorabversion von Windows 10 im Januar hatte Microsoft die Funktion bereits in einer experimentellen Variante an die Tester ausgeliefert. Die Tests, so Karagounis, hätten gezeigt, dass die CPU mit einer Energieersparnis von bis zu 11 Prozent ihr Arbeit verrichtet. Unterm Strich sei also mit einer längeren Akkulaufzeit zu rechnen.

Allerdings gibt es momentan noch wichtige Einschränkungen: Power Throttling ist in Windows 10 Insider Preview Build 16176 nur auf Systemen aktiv, in denen eine aktuelle Intel-CPU (6. Generation oder höher) mit einer Unterstützung von Intels Speed Shift Techologie steckt. Man arbeite aber daran, über die kommenden Monate hinweg Power Throttling auch für andere CPUs anbieten zu können.

Bis dahin ist Microsoft aber auf die Mithilfe der Windows Insider angewiesen. Diese werden darum gebeten, Power Throttling möglichst ausgiebig zu testen und die Windows-10-Entwickler über die Feedback-Hub-App mit Infos darüber zu versorgen, ob und wie gut Power Throttling auf ihren Systemen funktioniert. W

Karagounis weist außerdem darauf hin, dass Power Throttling noch nicht der finale Name der neuen Funktion ist. (PC-Welt)