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Update E-Plus: Minutenpakete statt Grundgebühr

27.07.2006
Neues Tarifkonzept CleverOne verzichtet bei Laufzeitkunden auf die Grundgebühr.

Einen größeren Marktanteil im Postpaid-Segment will E-Plus mit seinem Tarifkonzept "CleverOne" erobern. In diesem Segment, bei dem die Kunden laut Michael Krammer, CEO von E-Plus, vor allem auf günstige Minutentarife und niedrige Grundgebühren achten, sei E-Plus noch unterrepräsentiert.

Dies will Krammer nun mit dem neuen Tarifkonzept, das in den drei Varianten S (15 Euro), M (25 Euro) und L (45 Euro) erhältlich ist, ändern. Im kleinsten Paket telefoniert der Benutzer für 1 Cent pro Minute zu anderen E-Plus-Netzen, während er für Gespräche ins Festnetz 29 Cent und zu anderen Mobilfunknetzen 39 Cent bezahlt. Beim Tarif M liegen die Gebühren in andere Netze um jeweils zehn Cent niedriger. Wer sich für die 45 Euro teure L-Variante entscheidet, telefoniert dann auch für 1 Cent ins Festnetz und zu anderen Mobilfunkteilnehmern für 19 Cent. Im Gegensatz zu anderen Paketpreisen, die meist als Prepaid-Angebote offeriert werden, kann der CleverOne-Kunde laut dem E-Plus-Chef zudem alle anderen Services wie Roaming etc. nutzen.

Für CEO Krammer sind die neuen Tarife die konsequente Fortsetzung des E-Plus-Business-Modells, als Second-tier-Operator mit aggressiven Preisstrukturen und einer "Smart-Follower"-Strategie in Sachen neuer Technologien im Wettbewerb gegenüber den großen, global agierenden Mobilfunkern wie T-Mobile oder Vodafone zu bestehen. So sieht Krammer als Smart-Follower denn auch momentan UMTS/HSDPA nicht als großes Thema für E-Plus, denn hierzu müssten die entsprechenden Endgeräte noch hoch subventioniert werden. Eben so wenig sei E-Plus der richtige Ansprechpartner für Corporate-Kunden, wenn diese Systemlösungen in Sachen Mobilfunk suchen, auch wenn man für diese Klientel weiter attraktive Tarife im Portfolio habe.

Auf die neuen strategischen Überlegungen seiner Wettbewerber angesprochen, sich mit einem Festnetz-Carrier ein zweites Standbein im lukrativen DSL-Markt zuzulegen, schloss Krammer entsprechende Zukäufe aus. Kooperationen, so der Manager weiter, prüfe man dagegen. Allerdings gebe es hierzu im Augenblick nichts Konkretes zu sagen. (hi)