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Update: Bundeswehrprojekt Herkules wird teurer

08.09.2006
Nachdem das Bundesverteidigungsministerium das Volumen des Bundeswehr-IT-Projekts um 300 Millionen Euro aufgestockt hat, wird Kritik aus den Reihen der FDP und der Grünen laut.

Sieben Jahre hat es gedauert, bis die zähen Verhandlungen um das milliardenschwere Informationssystem der Bundeswehr, bekannt unter dem Namen "Herkules", nun in die Endphase gingen. Das Konsortium SI, das sich aus IBM und Siemens Business Services (SBS) zusammensetzt - auch T-Systems war ursprünglich beteiligt, machte dann aber einen Rückzieher - bekommt nun rund 300 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Statt mit 6,65 Milliarden Euro schlägt das Projekt mit 6,96 Milliarden Euro zu Buche - und weil die Mehrwertsteuer zum Januar 2007 erhöht wird, kommen noch mal 147 Millionen Euro hinzu, so dass sich das Gesamtvolumen auf über 7,1 Milliarden Euro beläuft.

Die Verhandlungspartner beeilten sich darauf hinzuweisen, dass die zusätzlichen 300 Millionen Euro wegen eines ergänzenden Ausbaus von Fernverbindungen zur internen Datenübermittlung unvermeidlich gewesen seien. Auch von zusätzlichen Kosten für die Aktualisierung der eingesetzten Software ist die Rede. Der technische Fortschritt seit Beginn der Herkules-Planungen im Jahr 1999 habe dazu geführt, dass neue Anforderungen entstanden seien, die nun erfüllt werden müssten, so das Bundesverteidigungsministerium.