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Update: BenQ mobile stellt Insolvenzantrag - weiter scharfe Kritik

29.09.2006
Die Pleite der ehemaligen Siemens-Handysparte mit 3000 Beschäftigten ist nun offiziell.

BenQ Mobile habe einen Insolvenzantrag eingereicht, sagte eine Sprecherin des Münchner Amtsgerichts am Freitag. Damit steht die Tochter des taiwanischen BenQ-Konzerns vor dem Aus. Angesichts der Pleite gibt es weiter scharfe Kritik an BenQ und dem früheren Besitzer Siemens. Die SPD forderte auch politische Konsequenzen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers versprach den Beschäftigten bei einem Besuch im Werk Kamp-Lintfort: "Wir wollen alles tun, dass sich für Sie und Ihre Familien wieder eine neue Perspektive eröffnet."

BenQ hatte das Siemens-Handygeschäft vor einem Jahr übernommen. Angesichts weiterer Verluste und sinkender Marktanteile drehten die Taiwaner am Donnerstag überraschend den Geldhahn zu. Der deutschen Tochter blieb nur der Gang vor das Insolvenzgericht. "Der Schock ist noch nicht verdaut", hieß es in der Münchner BenQ-mobile-Zentrale mit 1400 Beschäftigten. Am Nachmittag sollte sich der vorläufige Insolvenzverwalter in der Zentrale vorstellen.