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Unternehmensberater: Mit der IT- und TK-Industrie geht es aufwärts

28.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die deutsche Wirtschaft gewinnt nicht an Fahrt. Das ist das Resümee einer Befragung von rund 1200 Consultants durch den Bund deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU), die um einer Einschätzung darüber gebeten wurden, wie sich die Geschäfte ihrer Kunden entwickeln. In dem nun veröffentlichten "Stimmungsbarometer Wirtschaft 1. Halbjahr 2005" des BDU hat sich die Stimmung im Vergleich zur Befragung Ende vergangenen Jahres sogar ein wenig verschlechtert: Die Zahl der Konjunktur-Skeptiker hat mit einem Anteil von 23 Prozent wieder leicht zugenommen. Vorher war der Anteil mit negativer Einschätzung dreimal in Folge gesunken.

Zuversichtlich schätzen die Unternehmensberater jedoch die Entwicklung in der TIMES-Branche ein, zu der unter anderem die Anbieter von TK- und IT-Lösungen zählen. Hier berichten die Unternehmensberater, dass 38 Prozent ihrer Klienten Innovationen planen, sprich investieren wollen. Zu den weiteren Branchen mit angestrebten Mehrausgaben zählen die Investitionsgüterindustrie, das Gesundheitswesen und die Wasser- beziehungsweise Energiewirtschaft.

Insgesamt wollen die Unternehmen weniger Mitarbeiter beschäftigen. Lediglich die Arbeitgeber in der Dienstleistungs- und TIMES-Branche planen bis zum Jahresende, Arbeitsplätze zu schaffen. Besonders schlechte Nachrichten erwarten die Unternehmensberater hingegen für die Beschäftigten in der Baubranche und der Konsumgüterindustrie. Unterm Strich rechnet der BDU für das Jahr 2005 mit einer trüben Beschäftigungssituation. (jha)