Das Dell Insider-Portal: Für alle, bei denen die Umsetzung mehr zählt als die Theorie:
Mit echten Fallbeispielen und Erfahrungsberichten zu den aktuellsten IT-Themen

Cloud

Unternehmens-Strategien für zukünftige Data Center

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Möchte ein Unternehmen sein Rechenzentrum in die Cloud migrieren, ist eine ausgeklügelte Strategie die Voraussetzung für das Gelingen. Weder das Unternehmens-Management noch die IT-Verantwortlichen können sich dabei zurücklehnen und darauf warten, dass der Markt irgendwann die passenden Schritte liefert. Worauf ist also zu achten?

Obwohl derzeit noch viele deutsche Unternehmen mit der Vorstellung hadern, ihre Daten auf externe Rechenzentren auszulagern, lässt sich aktuell ein positiver Trend zur Akzeptanz von Cloud-Services erkennen. So verweist die Gartner Marktforschung in ihren Untersuchungen darauf, dass bis zum Jahr 2019 rund 70 Prozent der Unternehmen weltweit mehrere Cloud-Dienste nutzen werden. Derzeit sind es gerade einmal 10 Prozent. Dabei sollten die Unternehmen laut Gartner die folgenden Anforderungen berücksichtigen.

  • Cloud-Services bilden die Basis bei der Entwicklung von IT-Strategien.

  • Dabei spielt die Nutzung und Verbindung von mehreren unterschiedlichen Cloud-Systemen eine wichtige Rolle, etwa Hybrid-Cloud-Systeme.

  • Nach wie vor bestimmen die Anwendungen und die Anforderungen im Unternehmen die Art der genutzten Cloud-Services.

Dabei ist es aber keineswegs erforderlich, ins kalte Wasser zu springen und sofort die komplette IT-Struktur zu verändern. Oft lassen sich die einzelnen Etappen in folgenden Schritten bewältigen:

  • Im ersten Schritt entsteht ein agiles Hybrid-Cloud System mit flexiblen Services, das entsprechend den festgelegten Compliance kontinuierlich mit Daten versorg wird.

  • Anhand der Auslastung der Cloud-Strukturen lässt sich der Anspruch an die zukünftige Cloud-Plattform ermitteln.

  • Die Beurteilung eines Cloud-Service-Providers erfolgt mit Fokus auf seine Dienstleistungen, die Service-Level, Verfügbarkeit - auch seine Bereitschaft, Probleme zu lösen, ist hier relevant. Erst an zweiter Stelle steht seine Preisgestaltung.

In der Vergangenheit konzentrierten sich Rechenzentren verstärkt darauf, dass Anwendungen problemlos laufen, die Datensicherheit gegeben ist, und sie ihre Kapazitäten weiter ausbauen konnten. Langzeitstrategien beinhalteten dabei häufig Maßnahmen zur Modernisierung bis hin zur kompletten Erneuerung veralteter IT-Strukturen, Vergrößerung der Räumlichkeiten und Optimierung des Energiebedarfs.

Vorteile erkennen

Mit steigender Akzeptanz und Verbreitung der Cloud-Services sinken die Preise für diese Services. Zugleich kontrollieren die IT-Unternehmen ihre Investitionen strenger, während die geschäftlichen Anforderungen an die verfügbaren Dienste kontinuierlich steigen. All das führt dazu, dass IT-Verantwortliche sowohl ihre kurzfristigen als auch ihre langfristigen Strategien für die Rechenzentren neu ausrichten müssen. Nun stellt sich nicht mehr die Frage, ob Cloud-Services zur Unterstützung der geschäftlichen Prozesse überhaupt genutzt werden sollen, sondern: Wie lassen sich durch die Nutzung von Cloud-Strukturen geschäftliche Vorteile erzielen, etwa Wettbewerbsvorteile und Gewinnsteigerungen. Neue und zukünftige Strategien zum Einsatz von Rechenzentren konzentrieren sich daher auf die Auslastung, die Flexibilität der Anwendungen, das Risiko-Management sowie auf die kurz- und langfristig Nutzung der Anwendungen.

Die Migration des alten Rechenzentrums zu einer zukunftsfähigen Cloud-Struktur erfordert ein durchdachtes Konzept.
Die Migration des alten Rechenzentrums zu einer zukunftsfähigen Cloud-Struktur erfordert ein durchdachtes Konzept.
Foto: Dell

Zielführende Strategien festlegen

Für die Zukunft der Rechenzentren hat Gartner drei Kategorien definiert. Sie unterstützen Unternehmen dabei, ihre IT-Geschäftsstrategien für zukünftige Rechenzentren zu konkretisieren.

  • Speicherung der Daten: Bei geschäftlichen Daten ist ein klarer Fokus auf Standards zu legen. Zugleich gilt es, dabei aber auch die betriebliche Effizienz sicher zu stellen. Fast immer sind dabei betriebsinterne Regeln sowie die Anforderungen der Compliance zu beachten.

Das richtige Speichersystem für die Daten des Unternehmens ist sorgfältig zu wählen. Denn es hat unmittelbare Auswirkung auf die geschäftlichen Abläufe. Datenverluste müssen ausgeschlossen sein und die geschäftlichen Prozesse dürfen nicht ins Stocken geraten. Fokus ist zudem auf eine hohe Verfügbarkeit der Daten zu legen.

  • Unterschiedliche Systeme: Spezielle Unternehmensprozesse und branchenspezifische Funktionen sind für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens enorm wichtig. Daher ist zu beachten, dass geschäftskritische Funktionen und Daten nur auf dafür geeignete Systeme zur Verfügung stehen.

Unterschiedliche System bezeichnet hier Rechenzentren, die je nach geschäftlichen Anforderungen lokal oder extern betrieben werden (Public- oder Private Cloud). Hierbei spielen Anforderungen wie Latenz, Art der Prozesse, Sicherheit der Daten, Service-Level-Anforderungen und Skalierbarkeit eine entscheidende Rolle. Das Argument, alle Anwendungen lokal zu betreiben, weil das schon immer so geschieht, ist bei heutigen und zukünftigen Rechenzentren inakzeptabel. Im Vordergrund stehen die Vorteile für das Unternehmen und für die Tätigkeit der Mitarbeiter.

  • Innovative Systeme: In der IT-Struktur des Rechenzentrums sind Umgebungen einzuplanen, in denen sich neue Anwendungen und neue Ideen Ad-hoc experimentell testen lassen. Dabei darf der normale geschäftliche Ablauf jedoch nicht gestört werden.

Hierfür sind Public-Cloud-Systeme meist ideal geeignet. Sie garantieren eine schnelle Bereitstellung angeforderter Prozessor- und Speicherleistung und sind extrem flexibel. Zudem lassen sich hier auch die finanziellen Vorteile ausnutzen, denn dieses System lässt sich innerhalb kürzester Zeit bedarfsgerecht anpassen.

Fazit

Das traditionelle lokale Rechenzentrum als alleiniges Rechenzentrum eines Unternehmens entwickelt sich mit Blick auf die Zukunft mehr und mehr zu einem Auslaufmodell. Mittlerweile erkennen immer mehr Unternehmen auch in Deutschland die Vorteile eines gemischten Cloud-Systems. Wichtig dabei ist jedoch, dass die IT-Verantwortlichen gemeinsam mit dem Unternehmen-Management eine an den Bedürfnissen und Anforderungen angepasste Strategie erarbeiten und umsetzen. Nur so lassen sich Ziele wie gesteigerte Wettbewerbsvorteile, Kostenersparnis und eine gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit erreichen.

»
Whitepaper zum Artikel

Auf den Weg dahin erweist sich Dell als kompetenter Partner, der für jeden Anspruch die passende Lösung bereitstellt. Dell arbeitet zudem mit mehreren Lösungsanbietern zusammen. Davon profitiert der Kunde, denn so lässt sich einfach aus mehreren Lösungen stets die am besten geeignete wählen. Mit welchen Produkten und Strategien der Schritt zu einer zukunftsfähigen Cloud am besten gelingt, welche Vorteile ein Unternehmen daraus zieht und worauf IT-Mitarbeiter achten müssen, beschreibt das Whitepaper "Der Weg zur Hybrid Cloud mit Netzwerkprodukten und Private Cloud-Lösungen von Dell" zum kostenlosen Download.

Weiterführende Links