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Unternehmen wollen 2004 mehr Geld in IT investieren

23.03.2004

Laut einer vom Handelsblatt in Auftrag gegebenen Studie werden Unternehmen im deutschsprachigen Raum 2004 rund zwei Prozent mehr Geld für IT-Ausgaben zur Verfügung stellen als noch im vergangenen Jahr. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Droege & Comp unter 315 CIOs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Oberste Priorität besitze dabei die Verbesserung der Enterprise-Resource-Planning- (ERP-)Systeme. Vor allem die Bereiche Vertrieb und Marketing sollen damit unterstützt werden. Hier sind laut der Umfrage die Anwender am wenigsten mit der geleisteten IT-Unterstützung zufrieden. An zweiter Stelle stehen für die Verantwortlichen Management-Informationssysteme, gefolgt vom Thema Sicherheit, das 2003 noch die höchste Priorität besaß.

Im Bereich der Desktop-Betriebssysteme, hier hält Microsoft zurzeit mit Windows einen Marktanteil von 95 Prozent, könnte nach Einschätzung der Marktforscher in den nächsten Jahren Bewegung kommen. Vor allem kleinere Unternehmen würden sich aus Kostengründen nach Alternativen umsehen. Bis 2007 könnte der Anteil der Microsoft-Systeme deshalb auf etwa 90 Prozent abrutschen. Trotz aller Investitionsabsichten ist auch das Thema Sparen nicht vom Tisch. Kostensenkungen versprechen sich die IT-Chefs in erster Linie durch eine Standardisierung der bestehenden Infrastruktur. Sparen wollen die Manager außerdem dadurch, dass sie Prozesse optimieren und Beraterkosten reduzieren. Das Thema Outsourcing rangiert dagegen nur auf Platz vier der potenziellen Sparfaktoren. Vor allem der Bereich Business Process Outsourcing (BPO) werde oft überstrapaziert, erläutert Torsten Frankenberger, Partner von Droege & Comp. Nur wenige Unternehmen würden darüber

nachdenken so Frankenberger, ganze Geschäftsprozesse an einen Dienstleister auszulagern. (ba)