Studie zu Virtualisierung und Cloud

Unternehmen nutzen Virtualisierung nicht aus

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Server-Virtualisierung ist in den meisten IT-Abteilungen gesetzt. Doch nur wenige reizen die Technik voll aus und gehen den nächsten Schritt in Richtung Cloud Computing.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne, die der Softwarehersteller CA in Auftrag gegeben hat. Für die Untersuchung mit dem Titel "Unleashing the Power of Virtualization - Cloud Computing and the Perceptions of European Business" befragten die Analysten 550 Unternehmen aus 14 europäischen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und die Niederlande.

Server-Virtualisierung ist demnach in den Unternehmen mittlerweile weit verbreitet. 74 Prozent der deutschen Befragten arbeiten bereits mit virtualisierten Systemen oder planen dies. "Nach unseren Erfahrungen nutzen Unternehmen die Virtualisierung bereits zur Kostensenkung im Data Center", kommentiert Bjarne Rasmussen, Chief Technology Officer und Senior Vice President EMEA von CA, die Ergebnisse. "Allerdings wissen sie nach eigener Aussage noch nicht, wie sich virtualisierte Umgebungen automatisieren, verwalten und sichern lassen." Mit diesem Kenntnisstand seien IT-Verantwortliche derzeit nicht in der Lage, die weit über Kostenersparnis und Server-Konsolidierung hinausgehenden Vorteile der Virtualisierung voll zu nutzen.