Leadership Excellence Program

"Unternehmen müssen China strategisch betrachten"

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Klaus Höling, Director Group IT von Sennheiser electronic, reiste mit 20 anderen IT-Managern im Mai 2016 nach Hongkong, Shenzhen und Shanghai. Was er über die chinesische Kultur und Geschäftswelt im Rahmen des Leadership Excellence Program (LEP) von CIO-Magazin und WHU Otto Beisheim School of Management gelernt hat, erzählt er im Gespräch mit cio.de.
Klaus Höling, CIO von Sennheiser electronic, nahm 2016 an der LEP-Bildungsreise nach China teil.
Klaus Höling, CIO von Sennheiser electronic, nahm 2016 an der LEP-Bildungsreise nach China teil.
Foto: Sennheiser electronic

Herr Höling, Sie waren im Mai 2016 mit dem LEP in China. Was ist die wichtigste Erkenntnis dieser Reise?

Klaus Höling: Als Unternehmen muss man China als Ganzes strategisch betrachten. Das heißt, man darf China nicht nur danach beurteilen, ob es ein interessanter Absatz- oder Sourcing-Markt ist, sondern inwieweit das Land ein Pfeiler oder Bestandteil der Unternehmensstrategie sein kann.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Klaus Höling: Beispielweise könnte China als Standort für bestimmte Unternehmensfunktionen in Frage kommen, die aufgrund der Dynamik oder Personalressourcen besser dort angesiedelt werden (Beispiel Siemens F&E für MRT-Scanner). Oder es könnte als Produktionsstandort für Produkte dienen, die, vielleicht aufgrund geringerer Komplexität, nicht für den deutschen Markt interessant sind, aber für China und andere Märkte, wie etwa Afrika. Dieses erfordert einen langen Atem und intensive Beschäftigung auch mit der chinesischen Kultur und Denkweise.

Was hat diese Studienreise zu einem besonderen Erlebnis gemacht?

Klaus Höling: Man kann ein kulturell so anderes Land nicht aus der Ferne kennenlernen und verstehen. Die Kombination aus einem eintägigen interkulturellen Workshop vor Ort und dann dem Besuch von so unterschiedlichen Städten wie Hongkong, Shenzhen und Shanghai haben das Gelernte eindrucksvoll vertieft und praktisch untermauert.

Sie haben deutsche und chinesische Firmen besucht ...

Klaus Höling: Vom dynamischen chinesischen Startup (auch noch von einem Deutschen geführt) über Haribo (erfolgreicher deutscher Mittelständler, der in China aber systematisch den Markteintritt durchführt) bis zu Henkel, der sich als eingeführter globaler deutscher Konzern mit einer großen Organisation erfolgreich an den chinesischen Markt angepasst hat.

Zum Abschluss des Programms gab es eine Panel-Diskussion mit namhaften Vertretern aus Unternehmen und der Auslandhandelskammer. Was haben Sie da gelernt?

Klaus Höling: Die Diskutanten haben noch einmal sehr gut zusammengefasst, worauf es ankommt, wenn man China erfolgreich in seine Unternehmensstrategie aufnehmen will, und was es aktuell an möglichen Risiken gibt: Neue Richtung der Regierung? Überkapazitäten?

Mit dem LEP nach Indien - melden Sie sich jetzt an!

Im Herbst 2016 startet der fünfte LEP-Jahrgang. Vom 10. bis 14. Oktober lernen die teilnehmenden IT-Manager General-Management-Skills an der WHU - Otto Beisheim School of Management (Campus Düsseldorf). Der Fokus liegt hier auf den Themen Leadership, Strategie und Innovation. Zudem werden die maximal 25 Teilnehmer im Rahmen einer Business-Simulation ihr eigenes Unternehmen führen.

Das zweite Ausbildungsmodul findet vom 6. bis 10. Februar 2017 in Indien statt (Bangalore, Mysore). Neben interkurellem Training, Business- und Marketing-Strategien für Indien stehen wieder zahlreiche Unternehmensbesuche mit auf dem Programm.

Interessierte können sich ab sofort anmelden. Bei Fragen, Projektleiterin Isabelle Keck fragen: 089-36086-523. Weitere Details zum Programm finden Sie hier.