Mehr Stückzahlen bei weniger Umsatz

Unternehmen mögen kleine Server

29.11.2002
MÜNCHEN (CW) - Im dritten Quartal dieses Jahres ging der weltweite Umsatz mit Servern leicht zurück. Zwar kauften Firmen mehr Rechner, allerdings bevorzugen sie kleinere Systeme. Zudem lieferten sich die Hersteller erbitterte Preisgefechte.

Insgesamt wurden im dritten Quartal 1,14 Millionen Server verkauft. Vor einem Jahr waren es noch 1,07 Millionen Computer. Hervorgerufen durch Preisnachlässe sowie die Bevorzugung kleinerer Systeme auf Intel-Basis durch die Kunden ging jedoch der Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar im letzten auf 10,5 Milliarden Dollar in diesem Jahr zurück. "Rechner aus dem mittleren Preissegment wurden durch deftige Rabatte zu Lowend-Produkten", kommentiert Senior Analyst Shahin Naftchi die Marktdaten.

Unter den führenden Herstellern konnten nur IBM und Dell ihre Marktanteile, bezogen auf den Umsatz, ausbauen. Big Blue legte um zwei Prozent zu und hält nun 32 Prozent.

Im Unix-Segment verbesserte sich der IT-Konzern um elf Prozent, was ihm einen Marktanteil in dieser Rechnerklasse von 23,6 Prozent einbrachte (plus 3,8 Prozent). Spitzenreiter Sun musste 1,1 Prozent abgeben und liegt nun bei 33,7 Prozent. Um 0,7 Prozent verschlechterte sich HP: Auf den Hersteller entfielen 31,1 Prozent der Umsätze.

"Sun litt vor allem unter einem schwachen Geschäft mit mittelgroßen Systemen, während die Highend- und Lowend-Produkte gut liefen", so Naftchi.

Im Segment der Intel-Server steigerte IBM seinen Marktanteil, gemessen am Umsatz, von 15,4 auf 19,1 Prozent. Laut Gartner profitierte Big Blue insgesamt von der Nachfrage nach Unix-Servern der "P-Series" sowie den Intel-Systemen der "X-Series". In dieser Produktkategorie gab HP zwar um 4,4 Prozent nach, bleibt aber mit 29,4 Prozent die Nummer eins. Konkurrent Dell konnte sich von 17,1 auf 19,6 Prozent verbessern. (fn)

Tabelle

Hersteller / Stückzahlen (in Millionen) / Umsatz (in Milliarden Dollar)

HP / 337084 / 2,6

Dell / 214847 / 0,814

IBM / 161190 / 3,4

Sun / 61457 / 1,3

Trotz geringerer Stückzahlen als HP und Dell liegt IBM beim Umsatz vorn.