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„Dark Data“

Unternehmen geben Unsummen für die Speicherung überflüssiger Daten aus

05.11.2015
Deutschen Unternehmen ist der Inhalt von 66 Prozent ihrer gespeicherten Daten unbekannt. Zu diesem Ergebnis kommt der „Databerg Report 2015“ von Veritas Technologies. Als wichtigste Gründe dafür nennen die Autoren IT-Strategien, die auf stetig wachsende Speicher- und Datenvolumen setzen, statt den Unternehmenswert der Daten zur Grundlage der Speicherstrategien zu machen.

Für die Studie haben die Speicher-Experten von Veritas Unternehmensdaten in die drei Kategorien "Geschäftskritische Daten" ("Clean Data", die wichtig für den Betrieb und Unternehmenserfolg sind), "ROT-Daten" (Redundant, Obsolet, Trivial - also redundant, überflüssig, unbedeutend) und "Dark Data" (deren Inhalt und deren Wert nicht klar ist) eingeteilt. "Die Studie zeigt, dass der Inhalt von mehr als der Hälfte der gespeicherten Daten im Dunkeln bleibt. Sollten diese Daten schädlich sein oder gegen bestehende Compliance-Regeln verstoßen, könnte dies sogar Bußgelder zur Folge haben", sagt Stefan Henke, Managing Director DACH-Region bei dem Backup- und Recovery-Spezialisten Veritas Technologies.

Im EMEA-Vergleich belegt Deutschland den letzten Rang: Bei 65 Prozent der gespeicherten Daten in deutschen Unternehmen handelt es sich um „Dark Data“.
Im EMEA-Vergleich belegt Deutschland den letzten Rang: Bei 65 Prozent der gespeicherten Daten in deutschen Unternehmen handelt es sich um „Dark Data“.
Foto: Veritas Technologies 2015

Hohe Kosten verursachen die Datenmengen allemal: So wende eine durchschnittliche deutsche Firma mit 1.000 Terabyte an Daten jährlich im Schnitt 594.000 Euro auf, um sinnlose und triviale Daten vorzuhalten, die irrelevant für das Geschäft sind. In einem typischen deutschen Unternehmen bestehe der Datenbestand laut der Studie aus 66 Prozent dunkler Daten, der Anteil von ROT-Daten liegt bei 19 Prozent. Nur 15 Prozent der gespeicherten Daten sind als geschäftskritisch kategorisiert. Im EMEA-Vergleich liegt Deutschland dabei auf dem letzten Rang.

"Daten sollten Wert besitzen und für Unternehmen Mehrwerte erwirtschaften - in Deutschland ist anscheinend das Gegenteil der Fall", kommentiert Henke. Der Hauptgrund dafür seien IT-Strategien, die auf mehr Speicher- und Datenvolumen setzen, statt den Wert der Daten zu berücksichtigen. Hinzu komme die weitverbreitete Einschätzung, dass kostengünstiger Speicherplatz - besonders aus der Cloud - nahezu unbegrenzt nachgerüstet werden kann. Nicht zuletzt trügen Mitarbeiter, die immer öfter die Datenrichtlinien ihrer Arbeitgeber missachten, zu der Misere bei.

Für die Studie haben die Marktforscher von Vanson Bourne im Auftrag von Veritas Technologies 1.475 IT-Verantwortliche (200 davon aus Deutschland) aus 14 Ländern der EMEA-Region nach ihren Speicherpraktiken und -strategien befragt.