Zal Bilimoria

"Unsere Liebesaffäre mit dem Tablet ist vorüber"

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Andreessen-Horowitz-Partner Zal Bilimoria hat bei "re/code" ein interessantes und polarisierendes Meinungsstück publiziert.

Der Beitrag ist überschrieben mit "Our Love Affair With the Tablet Is Over". Bilimoria, der im Jahr 2011 noch als erster Head of Mobile beim Video-Streamer Netflix arbeitete, sagt darin mehr oder weniger das Ende des Tablet-Booms voraus - und das gerade einmal vier Jahre, nachdem Steve Jobs das erste iPad vorgestellt hatte.

Die Kurzfassung: Die meisten Menschen brauchen zwei primäre Computing-Geräte - eines für die (Hosen)Tasche, sprich ein Smartphone, und eines für den Schreibtisch. Tablets seien für Ersteres letztlich nicht tragbar genug und für Letzteres nicht vielfältig genug einsetzbar; auch alles Tastatur-Zubehör dieser Welt mache aus einem Tablet keinen Notebook-Rechner.

Andreessen-Horowitz-Mann Bilimoria erwartet daher am ehesten ein Verschmelzen von Smartphone und Tablet in Richtung Phablet (Apple habe ja bereits das iPad mini und wolle den Bildschirm des iPhones in der nächsten Generation auf 5 Zoll Diagonale vergrößern), diesen Trend könne man in China und Asien bereits erahnen. Tablets sollen deswegen nicht von der Bildfläche verschwinden - sie könnten sich aber stärker in Richtung Single-Purpose-Geräte für die Nutzung in der Küche oder Schule entwickeln, wo Tastaturen eher stören, aber man trotzdem einen größeren Bildschirm möchte.