OpenWorld 2012

"Unsere Fusion Apps sind von Grund auf sozial"

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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In seiner zweiten Keynote auf der Hausmesse OpenWorld widmete sich CEO Lawrence "Larry" Ellison schwerpunktmäßig den sozialen Fähigkeiten der Oracle-Software.

"Wir haben mehr SaaS-Applikationen als jeder andere Anbieter", erklärte der Oracle-CEO in San Francisco und stellte in der Folge erneut die Vorteile des voll vertikal integrierten "Red Stack" heraus, der es Oracle-Kunden ermögliche, Anwendungen nach Belieben in der Public Cloud von Oracle oder auf der gleichen Infrastruktur in einer von Oracle verwalteten Private Cloud oder on-premises im eigenen Haus zu betreiben.

"Standards sind immer noch wichtig", betonte Ellison und verwies auf die technischen Grundlagen des Oracle-Stacks wie Java, Linux oder Xen und offene Schnittstellen. Alle "Fusion Apps" enthielten das - schon zur OpenWorld 2011 vorgestellte "Oracle Social Network" bereits von Grund auf. "Wir haben unsere Social-Anwendungen auf Plattformebene integriert", so Ellison.

Und weil die Fusion Apps so modern seien (die Entwicklung begann irgendwann zwischen 2004 und 2005 und wurde im letzten Jahr abgeschlossen), haben sie laut Ellison eine moderne HTML5-basierende Oberfläche, auf die man auch problemlos mit mobilen Endgeräten zugreifen kann. Darunter laufe die ebenfalls moderne Fusion-Middleware auf Java-Basis. "Und zwar die gleiche Fusion-Middleware bei Ihnen und bei uns", sagte der Oracle-Chef mit einem seiner zahlreichen und schon traditionellen Seitenhiebe auf Salesforce.com, die von seinem einstigen "Kronprinzen" Marc Benioff gegründete SaaS-Pionierfirma.

Ellison stellte dann noch etwas detaillierter und mit einigen Demos die "Oracle Social Relationship Management Platform" vor, die neben dem in alle Fusion Apps schon eingebauten Oracle Social Network aus den Modulen "Oracle Social Monitoring and Engagement" und "Oracle Social Marketing" besteht

Nach der Devise "Big Data Meet Big Iron" empfahl Ellison dabei für die Analyse von 5 Milliarden Tweets aus dem "Firehose"-Stream von Twitter zu den London Olympics wenig überraschend die eigene Hard- ("Exadata" + "Exalytics") und Software als ideale Plattform. Mit deren Hilfe er dann immerhin herausfand, dass von allen Olympia-Promis die Gymnastin Gabrielle "Gabby" Douglas ideale Werbeträgerin für die Luxus-Automarke Lexus wäre - und nicht etwa Schwimmkanone Michael Phelps.