Sever-Betriebssysteme

Univention-Linux kommt als 64-Bit-Version

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Big Data / Analytics und Digitale Transformation.
Der Bremer Open-Source-Spezialist Univention bringt seine Linux-Distribution Univention Corporate Server 2.0 in einer 64-Bit-Variante auf den Markt.

Anwender der 32-Bit-Version von Univention Corporate Server 2.0 (UCS 2.0) können ab sofort kostenlos auf das 64-Bit-Linux nachrüsten, teilt der Anbieter mit. Das Open-Source-Betriebssystem unterstützt damit 64-Bit-Prozessorarchitekturen wie Intel EM64T und AMD64. Anwendungen können mit der leistungsstärkeren Variante mehr als 4 GB Arbeitsspeicher nutzen. Die Portierung von UCS 2.0 auf x86-64-Architekturen bringe zudem eine schnellere Speicherwaltung und einen verbesserten Speicherschutz, verspricht Univention. Davon können vor allem anspruchsvolle Anwendungen und Datenbanken profitieren.

Univention Corporate Server 2.0 basiert auf Debian GNU/Linux und verwendet den Kernel von Debian 4.0 (Etch). Die Linux-Distribution bietet unter anderem ein integriertes Identity- und Infrastruktur-Management. Für die 64-Bit-Variante stehen alle Programme zur Verfügung, die auch mit der 32-Bit-Version geliefert werden. Dazu gehören unter anderem Desktop-Anwendungen wie Firefox oder Acrobat, aber auch die Groupware-Lösung Univention Groupware Server. Auch das Desktop-System Univention Corporate Desktop offerieren die Bremer in einer 64-Bit-Version.

Univention zählt eine Reihe von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden zu seinen Kunden. Auch Banken und etliche mittelständische Unternehmen setzen die Linux-Distribution ein.