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Mehr Verträge erwartet

United Internet wird noch zuversichtlicher

04.11.2009
Der Internetdienstleister United Internet wird nach dem dritten Quartal noch zuversichtlicher für das Gesamtjahr.
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
Foto: United Internet

Beim operativen Gewinn (EBIT/EBITDA) rechnet Unternehmenschef Ralph Dommermuth nun mit einem Anstieg um je acht Prozent. Das Unternehmen legte am Dienstagabend überraschend vorläufige Zahlen vor. Bereits im Sommer hatte die im TecDax-notierte Gesellschaft ihre Prognose angehoben. Der Neunmonatsbericht soll am 12. November veröffentlicht werden.

Im vierten Quartal rechnet der Internetdienstleister, der mit Marken wie 1&1, GMX und Web.de bekannt ist, mit mehr Verträgen in den Sparten "Information Management" und "Webhosting". Insgesamt sei die Zahl der Verträge zwischen Juli und Ende September um 120.000 auf 9,17 Millionen gestiegen. Wichtigster Bereich ist das Webhosting-Geschäft mit einer Kundenzahl von 4,05 (Ende Juni: 3,96) Millionen.

Im prestigeträchtigen DSL-Geschäft dürfte sich die Lage bis Jahresende weiter verbessern, auch wenn United Internet bis Ende 2009 noch weitere Kunden verlieren dürfte. Im dritten Quartal sank die Zahl der DSL-Verträge um 30.000 auf 3,44 Millionen. United Internet hatte im Mai rund 700.000 DSL-Kunden von Freenet übernommen, die bereits in den Zahlen enthalten sind. Diese sollen bis Ende des Jahres auch technisch zu United Internet wechseln.

Die Aktie legte am Mittwoch im vorbörslichen Handel 3,7 Prozent auf 9,25 Euro zu. Ein Händler bezeichnete die Quartalszahlen als solide und den Ausblick als "ermutigend". Im abgelaufenen Quartal steigerte United Internet seinen Umsatz um 4,4 Prozent auf 409,1 Millionen Euro. Die Vorjahreszahlen wurden dabei um das verkaufte Display-Marketing-Geschäft der Tochter Adlink bereinigt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte ebenfalls bereinigt um 21,5 Prozent auf 95,4 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 26,0 Prozent auf 82,0 Millionen Euro. Unterm Strich stieg der Gewinn vor allem wegen des Verkauf der direkt gehaltenen Freenet-Aktien noch stärker. Das unbereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte von minus 45 im Vorjahr auf plus 43 Cent. (dpa/tc)