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Starkes DSL-Geschäft

United Internet steigert Umsatz

12.05.2010
Der Internetdienstleister United Internet ist mit einem kräftigen Umsatzplus ins neue Jahr gestartet.
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
Foto: United Internet

Dank seines starken Geschäfts mit DSL-Anschlüssen konnte das Unternehmen seine Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 462,8 Millionen Euro steigern, wie United Internet am Dienstagabend mitteilte. Das war etwas mehr als von Analysten erwartet worden war. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg trotz höherer Marketingkosten im DSL-Geschäft und Ausgaben neue Geschäftsfelder um 8,1 Prozent auf 90,3 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Vorstandschef Ralph Dommermuth zeigte sich zufrieden. Die Weichen "für weiteres Wachstum in den boomenden Märkten Mobile Internet und Cloud Computing" seien gestellt, sagte er. United Internet will künftig Geld mit mobilem Internet und Cloud Computing verdienen. Im ersten Quartal schloss der Internetdienstleister unter anderem einen Vertrag mit dem Mobilfunker Vodafone ab, um in Zukunft eigene mobile Datentarife anbieten zu können.

EBIT stagniert wegen höherer Abschreibungen

Gerade das Geschäft mit DSL-Anschlüssen und mobilem Internet war im ersten Quartal gut gelaufen. In dem Segment steigerte United Internet seine Umsätze um 19,3 Prozent auf 300,8 Millionen Euro, obwohl die Zahl der Verträge mit insgesamt 3,50 Millionen stabil blieb. United Internet hatte im vergangenen Jahr das DSL-Geschäft des ehemaligen Konkurrenten Freenet übernommen. Im ersten Jahresviertel gewann der Internetdienstleister 90.000 Kunden für DSL-Komplettverträge, die Telefon und Internetanschluss vereinen.

Im "Access"-Geschäft, das Webhosting, Cloud-Applikationen und Online-Marketing-Geschäft zusammenfasst, konnte United Internet mit 180.000 neuen Verträgen deutlich mehr neue Kunden werben und kommt jetzt auf 5,83 Millionen Verträge. Die Umsatzentwicklung wurde jedoch durch einen Einbruch bei der Werbe-Tochter AdLink gebremst. Die Erlöse stiegen in der Sparte nur um drei Prozent auf 161,8

Millionen Euro.

Insgesamt stagnierte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wegen höherer Abschreibungen nach dem Kauf der DSL-Kunden von Freenet bei 70,7 Millionen Euro. Je Aktie verdiente United Internet 0,17 Euro nach 0,16 Euro im Vorjahr. Nach wie vor will United Internet 2010 ein Umsatzplus von 15 Prozent und ein EBITDA auf dem Niveau von 2009 erreichen. (dpa/tc)