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United Internet gibt Rekordgewinn und Dividende bekannt

20.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Internet-Beteiligungsgesellschaft United Internet AG schrieb im Geschäftsjahr 2002 das beste Ergebnis der Firmengeschichte und übertraf die eigenen Vorgaben bei Umsatz und Gewinn deutlich. Die Einnahmen kletterten gegenüber dem Vorjahr um mehr als 38 Prozent auf 320 Millionen Euro. Noch größere Fortschritte machte das Unternehmen mit Sitz in Montabaur auf der Ergebnisseite: Nach einem Vorsteuerdefizit von 42,6 Millionen 2002 erzielte der Konzern ein EBT-Plus von 41,1 Millionen Euro. United Internet profitierte dabei von Sondereffekten, unter anderem aus dem Verkauf von Anteilen an Jobpilot und Adlink, die das EBT-Ergebnis um 2,3 Millionen Euro steigerten. Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf Goodwill und Finanzanlagen den Vorsteuerverlust um 41,1 Millionen Euro erhöht (Computerwoche online berichtete). Als Nettoergebnis wies der Beteiligungskonzern einen Gewinn in Höhe von 37,3 Millionen Euro oder 66 Cent pro Aktie aus. 2001 hatte United Internet noch einen Fehlbetrag von 35,8 Millionen Euro oder 63 Cent je Anteil ausgewiesen.

Das Unternehmen hatte in Laufe der letzten beiden Jahre seine Beteilungen an defizitären Töchtern entweder komplett verkauft oder reduziert und sich mit 1&1 (inklusive Schlund & Partner), GMX und twenty4help auf das erfolgsversprechende Geschäft mit Web-Hosting- und Outsourcing-Diensten konzentriert. Nach dem guten Abschneiden sieht Vorstandschef Ralph Donnermuth die Neupositionierung als Premium Service Provider bestätigt. Er verweist dabei insbesondere auf den starken Anstieg kostenpflichtiger Kundenverträge im Produktgeschäft: Nach eigenen Angaben ist die Summe der bezahlten Abonnements im vergangenen Jahr von 1,5 Millionen auf 2,1 Millionen angestiegen. Um die Anleger an dem Erfolg teilhaben zu lassen, planen Vorstand und Aufsichtsrat nun, auf der Hauptversammlung am 16. Mai eine Dividendenzahlung in Höhe von 50 Cent pro Aktie vorzuschlagen. (mb)