MVNO-Deal mit Vodafone

United Internet drängt stärker ins mobile Internet

25.03.2010
Der Internetdienstleister United Internet will noch stärker am Boom für mobile Datendienste teilhaben.
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
Foto: United Internet

In Zusammenarbeit mit dem britischen Mobilfunkanbieter Vodafone sollen über die die Tochter 1&1 eigene Tarife für mobiles Internet angeboten werden, teilte das Unternehmen am Donnerstagmorgen in Montabaur mit. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren bei Mobilfunkangeboten zusammen. 1&1 agiert im Rahmen der Kooperation künftig als virtueller Netzbetreiber (MVNO = Mobile Virtual Network Operator).

United Internet will ferner in diesem Jahr stärker als zuletzt wachsen. Für 2010 werde mit einem Umsatzanstieg von etwa 15 Prozent gerechnet, teilte das im TecDax notierte Unternehmen weiter mit. United Internet (1&1, GMX, Web.de) setzt dabei auf Wachstumsfelder wie mobiles Internet und sogenannte Cloud-Anwendungen, bei denen Kunden Speicherplatz und Programme im Internet zur Verfügung gestellt werden. Das operative Ergebnis will United Internet angesichts hoher Kosten für Qualitätssicherung und Marketing stabil halten. Die Aktie reagierte im frühen Handel zunächst kaum.

Im abgelaufenen Jahr steigerte United Internet wie geplant seinen Umsatz um 5,6 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 12,4 Prozent auf 356,1 Millionen Euro zu. Inklusive der Einmalerträge aus Anteilsverkäufen verdiente United Internet operativ sogar 416,7 Millionen Euro. Unterm Strich machte United Internet einen Gewinn je Aktie von 1,22 Euro. Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf Anteile an Freenet und Versatel das Ergebnis in die roten Zahlen gedrückt.

Nun winkt den Aktionären auch wieder eine Dividende: Auf der Hauptversammlung im Mai will der Vorstand eine Ausschüttung von 40 Cent vorschlagen, 20 Cent davon stammen aus einer Sonderdividende. (dpa/tc)