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Unisys richtet weltweite Servicezentralen in Osteuropa und China ein

29.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Dienstleister Unisys will zwei weltweite Service-Center in Niedriglohnländern errichten. Sie sollen für Kunden Outsourcing-Dienste leisten. Derzeit prüft Unisys, wo die Zentralen entstehen sollen, favorisierte Regionen sind China und Osteuropa. "Andere Standorte, die wir näher betrachten, sind Malaysia und die Philippinen", sagte Cal Killen, Vice-President bei Unisys Global Service. "Während wir unseren Kunden früher Offshore-Alternativen anbieten mussten, fragen sie heute selbst nach diesen Diensten."

Unisys unterhält bereits Niederlassungen in China, Malaysia und den Philippinen, allerdings arbeiten diese nur für die lokalen Märkte. Die geplanten Service-Center sollen dagegen ihre Offshore-Leistungen weltweit anbieten.

Ortswahl und Zeitplan will Unisys je nach Anforderung flexibel handhaben. Der Standort der osteuropäischen Niederlassung, von dem aus Kunden in den Industriestaaten Europas bedient werden sollen, wird abhängig von den geforderten Fremdsprachenkenntnissen gewählt. Voraussichtlich werde man sich für ein Land der Europäischen Union entscheiden, weil das Gros der Kunden dies so wolle, so Killen.

In China plant Unisys mehrere kleine Servicezentalen, die vornehmlich für Anwender aus Japan arbeiten. Darüber hinaus, so Killen, könnten die Dienstleistungszentren auch Softwareentwicklungs-Projekte für Kunden aus Korea und Taiwan betreiben. Derzeit beschäftigt Unsiys rund 1150 Mitarbeiter in Indien, die sowohl für Kunden als auch für Unisys selbst arbeiten. Bis Ende des Jahres will der Anbieter dort 2000 Mitarbeiter haben, in drei Jahren sollen es 4500 sein. (jha)