Unix und NT lassen sich parallel betreiben
Unisys baut PC-Server mit Mainframe-Leistung
Mit CMP seien die Barrieren von NT wie schlechte Skalierbarkeit, mangelhafte Stabilität und teures System-Management durchbrochen, verkündete Fred Ruessli, Group Vice-President und bei Unisys zuständig für das weltweite Marketing der Systems Group, anläßlich der Präsentation des Konzepts.
CMP-Server seien flexibel zu konfigurieren: Bis zu 32 Intel-Prozessoren (Dechutes- und Merced-Chips) ließen sich in fast beliebiger Weise dedizierten Aufgaben zuordnen, womit die bisherige Schwäche von PC-Servern, die fehlende Partitionierungsmöglichkeit, überwunden sei. Ein maximal ausgebautes System verfügt dazu über 32 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher, auf den die Prozessoren über vier Crossbars zugreifen, sowie über 96 PCI-Kanäle für schnellen I/O-Durchsatz. "Zusammen mit den zukünftigen Intel-Prozessoren erreicht ein CMP-Server die Leistungsfähigkeit eines Mainframes bei deutlich geringeren Kosten", behauptet Ruessli.
Die Systeme sind für große Standardsoftware-Pakete, etwa von SAP oder Baan, gedacht, eignen sich aber auch zur Konsolidierung von Servern. Neben Microsofts kommendem Betriebssystem NT 5.0 soll CMP auch Unix verarbeiten können. Derzeit läuft schon Unixware auf den Rechnern, andere Derivate sollen folgen. Unisys will Anfang nächsten Jahres die ersten Server ausliefern (eine detaillierte Besprechung folgt in der nächsten Ausgabe).
