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Unify streicht jede zweite Stelle

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Unify, vormals Siemens Enterprise Communications (SEN), will seine Organisation verschlanken und im Zuge dessen voraussichtlich 3800 von derzeit 7700 Stellen abbauen.

Das teilte Unify, ein Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und US-Investor The Gores Group, heute mit. Die Firma wolle mit der Restrukturierung dem Bedarf der Kunden nach einem stärker Software-orientierten Portfolio nachkommen und den eigenen Fokus stärker auf Software-Entwicklung, Integration und Managed Services legen. Das beinhalte auch ein vielschichtiges Vertriebsmodell sowie die Konsolidierung von Standorten weltweit (inklusive Prüfung des künftigen weltweiten Headquarters).

Der Umbauplan wird demnach gerade "mit mehreren Interessengruppen diskutiert". 50 Prozent des geplanten Stellenabbaus entfallen auf Zentraleuropa. In Deutschland sind laut Mitteilung "mehrere Standorte betroffen, die vor allem zentrale Funktionen sowie Forschung und Entwicklung unterstützen". Unify will weitere Informationen veröffentlichen, sobald die Pläne konkret werden - jetzt beginnen erst einmal Gespräche mit Arbeitnehmervertretern.

Unify setzt derzeit große Hoffnung auf sein Ansible-Projekt
Unify setzt derzeit große Hoffnung auf sein Ansible-Projekt
Foto: Unify

"Unify muss sich wandeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben", wird CEO Dean Douglas zitiert. "Deshalb unternehmen wir diese notwendigen und sehr schwierigen Schritte." Das neue UC-UI "Project Ansible" liegt angeblich weiter im Plan und soll im Oktober verfügbar sein, zunächst im Saas-Modell (Software-as-a-Service).

Eine ausführlichere Berichterstattung folgt.