Should I Remove It?

Unerwünschte Programme erkennen und entfernen

Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Nicht erst im Laufe der Zeit sammeln sich immer mehr Programme auf einem PC an. Bereits auf neuen Rechnern findet man eine kaum noch überschaubare Menge an vorinstallierten Anwendungen. Welche davon entbehrlich oder sogar sicherheitskritisch sind, verrät die Freeware "Should I Remove It?".

Funktionalität: Bloatware, Crapware, Junkware: All diese Begriffe bezeichnen unerwünschte Software, die Hersteller oder Händler auf PCs oder Notebooks häufig zusammen mit dem Betriebssystem vorinstallieren. Dabei kann es sich etwa um abgespeckte Versionen kommerzieller Software, Links zu Werbeseiten oder Toolbars handeln. Anwender ärgern sich dann über einen unübersichtlichen Desktop, zahllose Pop-up-Fenster und einen träge reagierenden PC, denn oft starten die unliebsamen Programme automatisch mit dem Betriebssystem.

Das Windows-Tool Should I Remove It? unterstützt den Benutzer bei der Entscheidung, welche der vorhandenen Anwendungen überflüssig sind und welche besser auf der Festplatte verbleiben sollten. Dazu erfasst die Software zunächst die installierten Programme, spart dabei jedoch Systemkomponenten und Windows-Updates aus. Anschließend kann der User sich selbst ein Bild machen, indem er in der vom Tool erstellten tabellarischen Übersicht die angezeigten Ratings anderer Nutzer einbezieht und weitere Details zu den Einträgen aufruft. Eine etwaige folgende Deinstallation lässt sich direkt aus dem Tool heraus durchführen, das dazu auf die entsprechende Routine des zu entfernenden Programms zurückgreift.

Wer Should I Remove It? in regelmäßigen Abständen ausführen möchte, kann dies über die Einstellungen festlegen. Auf den genauen Zeitplan (Einmal im Monat) hat man allerdings keinen Einfluss. Ebenso wenig ist eine automatische Suche nach Updates des Tools möglich.

Installation:

Nachdem man die 1,2 MByte große Setup-Datei heruntergeladen und aufgerufen hat, begleitet ein Assistent den User beim Einrichten des Tools. Anschließend lässt sich das Programm ohne Neustart nutzen.

Kurzhilfe: Beim erstmaligen Aufruf öffnet "Should I Remove It?" eine Webseite, die in die Bedienung des Tools einführt.
Kurzhilfe: Beim erstmaligen Aufruf öffnet "Should I Remove It?" eine Webseite, die in die Bedienung des Tools einführt.
Foto: Should I Remove It?


Bedienung:

Bei seinem ersten Start nach der Installation ruft Should I Remove It? eine Hilfeseite im Standard-Browser auf. Sie bietet eine knappe Einführung, um sich mit der Anwendung vertraut zu machen. Unterdessen scannt das Tool im Hintergrund den PC und präsentiert anschließend die gefundenen Programme in einer Liste. Sie enthält drei Spalten mit dem Namen der Anwendung, ihrer Bewertung durch andere User und wie viele von ihnen sie wieder deinstalliert haben.

Diese Einschätzungen sollte man auf jeden Fall durch weitere Informationen ergänzen. Dazu klickt man auf einen Eintrag in der Tabelle und danach auf die Schaltfläche What is it?. Auf der sich nun öffnenden Webseite von Should I Remove It? kann der Benutzer viele hilfreiche Details zum fraglichen Programm abrufen, etwa eine prägnante Beschreibung, die Hersteller-Website und die Namen der installierten Dateien. Hat man sich anhand der vorliegenden Informationen entschlossen, eine Anwendung zu entfernen, lässt sich das über den Button Uninstall bewerkstelligen, der sich in der Tabelle neben der Schaltfläche What is it? befindet.

Fazit:

Should I Remove It? erweist sich als hilfreiches Tool, das einfach und zuverlässig unerwünschte Software entfernen kann. Bei der entscheidenden Frage, welche Programme tatsächlich überflüssig sind, unterstützt es den Anwender mit vielen nützlichen Detail-Informationen sowie Bewertungen, die andere Benutzer abgegeben haben. Etwas stiefmütterlich hat der Hersteller allerdings die Konfigurationsmöglichkeiten behandelt, sodass zum Beispiel automatische Programmaktualisierungen nicht vorgesehen sind.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation TecChannel. (mhr)