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Unbekannte hacken Uni-Server mit persönlichen Daten

11.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine schwere Hackerattacke meldet die IT-Abteilung der George Mason University in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia. Bei einer Routineüberprüfung von Systemdateien stellten die Experten fest, dass Unbekannte sich möglicherweise bereits im vergangenen November Zugang zu einem Server verschafft haben, auf dem unter anderem Photos, Namen und Sozialversicherungsnummern von über 32.000 Studenten und Angestellten der Universität gespeichert sind.

Der betroffene Rechner wurde umgehend vom Netz genommen, um ihn einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen und weiteren Missbrauch zu verhindern. Dabei wurde festgestellt, dass der oder die Angreifer Tools auf dem Server installiert hatten, die geeignet sind, um andere Server der Universität auf mögliche Schwachstellen zu untersuchen und auf diese zuzugreifen. Um welche Server es sich dabei gehandelt haben könnte, wollte die Universität nicht mitteilen.

Nach Ansicht von Joy Hughes, Vice-President für IT, gibt es keine Beweise dafür, dass die Daten missbraucht wurden. In einer E-Mail an die Universitätsgemeinschaft schrieb sie, es habe den Anschein, dass die Hacker nach Wegen gesucht hätten, andere Systeme anzugreifen. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass die persönlichen Daten für Betrügereien benutzt werden. Die Studenten und Fakultätsmitglieder wurden aufgerufen sicherheitshalber ihre Kreditkartengesellschaften über den Vorfall zu informieren. (ave)