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"Unabomber"-Besitz wird im Internet versteigert

14.08.2006
Private Besitzstücke des amerikanischen Paketbomben-Attentäters Theodore Kaczynski, der als "Unabomber" bekannt wurde, kommen unter den Hammer.

Ein Bundesrichter in Sacramento (Kalifornien) habe die Versteigerung von zahlreichen Gegenständen, darunter Schriftstücke, Schreibmaschinen und Werkzeuge, angeordnet, berichtete der "San Francisco Chronicle" am Samstag. Als wertvollstes Versteigerungsobjekt gilt das Unabomber-Tagebuch. Auf über 22.000 Seiten hat Kaczynski darin seinen Hass auf die Welt festgehalten. Mit dem Erlös der Internet-Auktion sollen Angehörige der Unabomber-Opfer entschädigt werden.

Der heute 64 Jahre alte Mathematiker und erklärte Zivilisationsfeind hatte in einer Serie von Bombenanschlägen drei Menschen getötet und 23 verletzt. Kaczynski gehörte 18 Jahre lang zu den meistgesuchten Personen in den USA. Er wurde 1996 gefasst, nachdem sein Bruder sein Versteck in den Bergen von Montana verraten hatte. Er sitzt nun in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado.

Nach einem früheren Gerichtsurteil muss Kaczynski seine Opfer und deren Angehörigen mit rund 15 Millionen Dollar (11,8 Millionen Euro) entschädigen. Der Attentäter hatte vor Gericht beantragt, dass er seine Waffen und andere Gegenstände zurückerhält. Dies wurde abgelehnt. (dpa/tc)