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UN-Hilfsprogramm für Peoplesoft

17.11.2005
Oracle-ERP ersetzt selbst gestrickte Anwendungen in 145 Ländern.

Das United Nations Development Programme (UNDP) mit Sitz in New York investiert insgesamt 59 Millionen Dollar in den Rollout einer Standardsoftware-Umgebung. Schon 2002 entschied sich die für die weltweite Bekämpfung von Armut und Krankheit sowie für Soforthilfe im Katastophenfall verantwortliche UN-Behörde, ihr Sammelsurium selbst erstellter Applikationen durch die ERP-Anwendungen von Peoplesoft abzulösen. Im Januar 2004 ging die erste Standardanwendung in Betrieb. An den Rollout-Plänen, die bis ins kommende Jahr reichen, hat auch die im vergangenen Jahr abgeschlossene Akquisition des Softwareanbieters durch Oracle nichts geändert.

Laut Jens Wandel, Programmdirektor im Center for Business Solutions des UNDP, waren zuvor insgesamt 21 Einzelanwendungen für Personal-Management, Gehaltsabrechnung und Beschaffung im Einsatz. Doch mittlerweile nutzen 8500 Endanwender in 145 Ländern die zur Produktfamilie "Peoplesoft 8" gehörenden Module "Enterprise Human Capital Management" und "Enterprise Financial Management"; maximal 1800 von ihnen können gleichzeitig auf die Software zugreifen. Im September hat das UNDP mit dem Rollout von "Peoplesoft E-Procurement" begonnen.

Das Hosting und den Betrieb der Standardsoftware hat die UN-Behörde dem IT- und Serviceanbieter Unisys Corp. übertragen. Die Anwender greifen via Web auf die Software zu. Das zentrale Hosting soll sicherstellen, dass die Applikationen auch in Krisenzonen und technisch weniger entwickelten Ländern weitgehend störungsfrei funktionieren. (qua)