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UMTS-Start in Spanien verschoben

26.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das spanische Technologieministerium hat die Einführung des UMTS-Mobilfunkstandards auf Juni 2001 verschoben. Ursprünglich sollte die Technik im August dieses Jahres an den Start gehen. Die Regierung hatte bei der Vergabe der vier Lizenzen der dritten Generation die TK-Unternehmen dazu verpflichtet, bis August 2001 ein vollständiges UMTS-Angebot bereitzustellen. Nach Gesprächen mit den Betreibergesellschaften und den Herstellern der Netze ist die spanische Regierung jedoch zu dem Schluss gekommen, dass die Einführung des neuen Standards zu diesem Termin nicht realisierbar ist. Deshalb sollen die vier Lizenzinhaber nun zunächst die GPRS-Technik anbieten, die Online-Dienste über die bisher existierenden Handy-Netze ermöglicht. Den Plan zwei weitere Lizenzen für den bestehenden GSM-Standard zu vergeben, hat die Regierung unterdessen verworfen, da dadurch das nötige Frequenzspektrum eingeschränkt würde.

Die Inhaber der UMTS-Lizenzen in Spanien sind Telefónica Móviles, Vodafone-Tochter Airtel, die von Telecom Italia kontrollierte Amena und der Neueinsteiger Xfera, an dem der französische Konzern Vivendi beteiligt ist. Gemäß der gestrigen Entscheidung darf Xfera nun die Netze der drei Konkurrenten benutzen, um die GPRS-Dienste anzubieten, solange die Firmen noch am Aufbau einer eigenen Infrastruktur arbeiten.