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UMTS-Kosten färben Jahresbilanz von Telia Sonera tiefrot

20.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das skandinavische Gemeinschaftsunternehmen Telia Sonera hat im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von rund 3,28 Milliarden Euro verbucht. Dabei belasteten den schwedisch-finnischen Carrier Sonderkosten in Höhe von 5,8 Milliarden Euro. Mit 3,4 Milliarden Euro war der Großteil davon mit Abschreibungen auf die UMTS-Aktivitäten in Deutschland (Quam), Italien und Spanien verbunden. Außerdem machte der Gemeinschaftskonzern Restrukturierungskosten im dänischen Festnetzgeschäft geltend. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielte Telia Sonera einen Gewinn knapp 2,7 Milliarden Euro - das entspricht einem Zuwachs um 13 Prozent gegenüber 2001. Die zusammengerechneten Einnahmen lagen mit knapp 8,9 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Trotz des hohen Nettoverlusts plant das Unternehmen, seinen Aktionären eine gegenüber dem Vorjahr verdoppelte Dividende von vier Cent

pro Aktie auszuzahlen.

Um Vergleichswerte bereitzustellen, ging der Konzern bei seinen (Pro-forma-)Berechnungen von einer Konsolidierung der Bilanzen zu Anfang 2000 aus. Tatsächlich wurde die Fusion erst Ende 2002 abgeschlossen. Für 2003 rechnet der Carrier mit einem leichten Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Dabei soll das Mobilfunk- und Breitbandgeschäft zulegen, während die Einnahmen im Festnetzbereich zurückgehen. (mb)