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UMTS kommt langsam in die Gänge

28.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einige Länder haben den Start von Mobilfunknetzen der dritten Generation (3G) angekündigt. Marktforscher warnen jedoch vor zu großer Euphorie. Richtig in Schwung komme der Markt nach ihrer Einschätzung nicht vor 2005. Als Grund nennt Neil Mawston, Senior Analyst bei Strategy Analytics, neben hohen Nutzungskosten auch eine zu geringe Verfügbarkeit von 3G-Geräten. Außerdem sei die Technologie noch nicht ausgereift. UMTS-Ankündigungen kommen zurzeit hauptsächlich von den Herstellern, sagte Jason Chapman, Chefanalyst bei Gartner. Das könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch mindestens ein Jahr vergehen werde, bis marktreife Systeme verfügbar sind.

Seit Mitte Juli haben Anbieter in Taiwan, Kuwait, Bahrain, Hongkong und Griechenland angekündigt, UMTS-Netze in Betrieb zu nehmen. Die Infrastruktur in Taiwan kommt von Nortel Networks und basiert auf CDMA2000 1X (Code Division Multiple Access). Daten sollen sich mit einer Bandbreite von 153 Kilobit/s übertragen lassen. In der Hauptstadt Taipeh sind laut Anbieter Transferraten von bis zu 2,4 Megabit/s möglich. In Hongkong baut NEC gemeinsam mit Siemens ein WCMDA-Netz (Wideband Code Division Multiple Access) auf. Es soll im August an den Start gehen. In Griechenland werden UMTS-Dienste voraussichtlich ab Ende des Jahres in Athen und Thessaloniki zur Verfügung stehen, während die schnellen Mobilfunknetze im mittleren Osten nach Angaben der Hersteller noch bis 2004 auf sich warten lassen. Die Installation der Netze für

Bahrain und Kuwait hat ebenfalls Siemens angekündigt. (lex)