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UMTS-Auktion in den USA ist Makulatur

12.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In den Vereinigten Staaten zeichnet sich eine Lösung in der verfahrenen Situation um die UMTS-Mobilfunklizenzen ab. Nachdem die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) die UMTS-Lizenzen im Januar 2001 für insgesamt 15,9 Milliarden Dollar an mehrere Netzbetreiber versteigert hatte, darunter auch Verizon Wireless und T-Mobile USA, erklärte ein US-Gericht die Auktion fünf Monate später für ungültig, weil es in NextWave Telecom den rechtmäßigen Besitzer der Lizenzen sah. Über diese Entscheidung ist ein langwieriger Rechtstreit anhängig, der dadurch zusätzlich erschwert wird, dass sich NextWave Telecom in einem Konkursverfahren befindet. Die an der Auktion beteiligten Carrier haben deshalb den US-Kongress und die FCC mehrfach beschworen,

ihre Lizenzen ohne Strafzahlung zurückgeben zu dürfen, zum einen, weil sie von ihren Lizenzrechten keinen Gebrauch machen können, zum anderen, weil sie ihre finanziellen Belastungen gerne reduzieren möchten. Aus Kreisen der FCC wurde jetzt laut, dass die Behörde dem Ansinnen der Carrier in Kürze zustimmen wird. Eine offizielle Stellungnahme liegt jedoch noch nicht vor. (pg)