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UMTS-Auktion: Da waren´s nur noch neun

15.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwei Tage, nachdem der französische Mischkonzern Vivendi seinen Ausstieg aus dem deutschen Milliardenpoker um die UMTS-Mobilfunklizenzen verkündete (CW Infonet berichtete), hat nun auch Talkline das Handtuch geworfen. Das Joint-Venture von SBC Communications und Tele Danmark begründete seine Entscheidung mit den zu erwartenden hohen Kosten für die begehrten Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration. "Das ergab für uns kein sinnvolles Geschäftsmodell", erklärte Kim Frimer, CEO (Chief Executive Officer) von Talkline.

Im Rennen sind damit nur noch neun Bieter: T-Mobil (Deutsche Telekom), Mannesmann Mobilfunk (Vodafone), Viag Interkom (zusammen mit der British Telecom), E-Plus (KPN), Debitel (Swisscom), Hutchison Whampoa, Worldcom (bis vor kurzem noch MCI Worldcom), Group 3G (Telefónica, Sonera, Orange) sowie Mobilcom (mit France Télécom). Unklar ist nach der Übernahme von Orange durch France Télécom, ob die Franzosen künftig in der Group 3G oder über ihre Partnerschaft mit Mobilcom bieten.