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Umsatzwarnung von Intershop

26.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Intershop Communications AG, nach eigener Einschätzung noch immer "ein führender Anbieter von e-business Software Anwendungen", hat eine Umsatzwarnung in Form einer Adhoc-Meldung veröffentlicht. Darin heißt es, statt der bisher erwarteten Einnahmen von rund 30 Millionen Euro werde der Umsatz im ersten Fiskalquartal 2001 nur "zwischen 18 und 20 Millionen Euro" betragen. Das operative Ergebnis soll aber wie bisher prognostiziert bei minus 33,4 Millionen Euro liegen. Für das zweite Quartal erwartet Intershop steigende Umsätze und durch das angekündigte Restrukturierungsprogramm reduzierte operative Kosten.

Der Vorstandsvorsitzende Stephan Schambach erklärte, das Geschäft leide - wie beim Rest der Branche - unter der schwachen Konjunktur sowie längeren Vertriebszyklen in den USA und Asien. Im Nordamerikageschäft werde Intershop sich um neue Vertriebspartnerschaften bemühen und sich auf Marktsegmente konzentrieren, in denen das Unternehmen technologische Vorteile habe. COO (Chief Operating Officer) Wilfried Beeck ergänzte, die Umstellung auf den indirekten Vertrieb drücke zwar kurzfristig das Ergebnis, führe aber langfristig zu höheren Umsätzen.

Die Anleger reagieren bereits: Im morgendlichen Handel fiel das Intershop-Papier um mehr als 15 Prozent auf 3,90 Euro (Stand: 10.45 Uhr).