Bundesnetzagentur

Umsätze in Telekom-Branche weiter rückläufig

22.02.2012
In der Telekom-Branche sinken die Erlöse nach Schätzungen der Bundesnetzagentur weiterhin.
Matthias Kurth, scheidender Präsident der Bundesnetzagentur
Matthias Kurth, scheidender Präsident der Bundesnetzagentur
Foto: Bundesnetzagentur

Zugleich beschäftige die Branche immer weniger Menschen, teilte die Agentur in ihrem am Dienstag vorgelegten Tätigkeitsbericht mit. Gleichzeitig wird immer mehr mobil telefoniert, und die Zahl der Kurzmitteilungen über SMS steigt weiter rapide an.

Insgesamt 102,32 Milliarden Minuten telefonierten die Nutzer in Deutschland im Jahr 2010 über ihre Mobiltelefone. Zwei Jahre zuvor waren es laut Bundesnetzagentur noch 86,14 Milliarden Minuten. Auch die Kommunikation über den Kurznachrichtendienst SMS steht weiter hoch im Kurs. Während 2009 noch 34,1 Milliarden SMS verschickt wurden, waren es ein Jahr später bereits 41,5 Milliarden.

Das Geschäft mit den Kurznachrichten bröckelt allerdings. Nach Schätzungen des britischen Marktforschers Ovum dürften den Providern durch Internet-basierte Alternativen wie Chat- und Messaging-Dienste 2011 weltweit bis zu 13,9 Milliarden Dollar Umsatz verloren gegangen sein.

Nach rückläufigen Zahlen in den Jahren 2009 und 2010 sieht die Bundesnetzagentur auch 2011 keine Trendwende - der Umsatz lag bei 58,5 Milliarden Euro. In den Vorjahren lagen die Erlöse noch bei 60,4 und 59,2 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl sank von 184.000 (2009) über 176.900 (2010) auf 175.000 im Jahr 2011. (dpa/tc)