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UML-Vater Rumbaugh wirbt für serviceorientierte Architekturen

17.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der Diskussion über den Sinn und Nutzen serviceorientierter Architekturen (SOA) hat sich jetzt Jim Rumbaugh zu Wort gemeldet. Auf der Entwicklerkonferenz "SD West 2005" im kalifornischen Santa Clara sagte der Miterschaffer der Unified Modeling Language (UML) und Distinguished Engineer bei IBM, dass die heutige IT-Infrastruktur flexibler werden müsse, da sich Unternehmensabläufe immer schneller wandelten.

Um dahin zu gelangen, müssten die Anwendungsmodelle einen komponentenbasierenden Ansatz verfolgen und die einzelnen Bausteine als "Services" konzipieren. Die Serviceorientierung erfordere zudem entsprechend angepasste IT-Architekturen. Deren Aufbau lasse sich automatisieren, indem Unternehmen Ansätze zur modellgetriebenen Softwareentwicklung wie die "Model Driven Architektur" einführten. Außerdem sei bei der Anwendungsentwicklung aufgrund der sich ständig ändernden Anforderungen ein iteratives Vorgehen empfehlenswert.

Für Rumbaugh ist der Terminus SOA aber wenig präzise und spiegle in erster Linie eine gewisse Haltung wieder, wie man künftig Systeme einführen will. "Das wichtigste Ziel sei es dabei, die einzelnen Bestandteile flexibel verbinden zu können, um Lösungen künftig leichter anpassen zu können. Dazu müssten die Systeme lose miteinander gekoppelt sein, was wiederum von den Systementwicklern eine Plug-and-play-Mentalität erfordere. (as)