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Umfrage: Deutsche Schulbildung "mangelhaft"

10.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Kommunikationsagentur Kohtes & Klewes und das Meinungsforschungsinstitut Emnid erteilen dem deutschen Bildungswesen schlechte Noten. In einer Umfrage beurteilten Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie Lehrer die Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben im Informationszeitalter als "schlecht" bis "sehr schlecht". Schuld daran sei vor allem die desolate finanzielle Situation der Schulen. Für die Anschaffung von modernen Kommunikationsmitteln, Computern, neuen Medien und Internet-Anschlüssen fehlten die Mittel. Neben der unzureichenden Vorbereitung auf das Informationszeitalter bestehe auch ein Mangel an berufsspezifischen Praktika und Workshops für Schüler, Weiterbildungsprogrammen für Lehrer sowie zusätzlichem Informationsmaterial zum Thema Politik und Wirtschaft. Unternehmen

könnten hier nach amerikanischem Vorbild durch Praktika und Materialspenden Abhilfe schaffen. Das geschieht bisher unter anderem deswegen kaum, weil die Firmen aufgrund gesetzlicher Restriktionen keine Chance haben, an Schulen zu werben.