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Überwachung der Kartellauflagen sorgt für Streit zwischen Microsoft und EU

15.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die gegen Microsoft verhängten Kartellauflagen haben erneut zum Streit zwischen der EU-Kommission und dem Softwarekonzern geführt. Dabei geht es um die Befugnisse, die ein unabhängiges Kontrollgremium erhalten soll. Microsoft hatte sich ein Vetorecht gegen Entscheidungen der Kontrolleure ausbedungen; die EU-Wettbewerbshüter lehnten dies in scharfer Form ab. Ein derartiges Veto würde die Fähigkeit des Gremiums, die EU bei der Überwachung der Auflagen zu unterstützen, in Frage stellen.

Schon mehrmals hatte EU-Kommission die Art und Weise kritisiert, wie Microsoft die Sanktionen umsetzt. Insbesondere die Offenlegung von Windows-Schnittsstellen zu fairen Lizenzbedingungen geriet dabei in die Kritik. Mehrere Organisationen und Unternehmen, darunter auch Microsoft-Konkurrenten, hatten sich über das Vorgehen der Windows-Company beschwert. (wh)