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Übernahmepläne kosteten Oracle bereits 48,4 Millionen Dollar

18.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Oracles Bemühungen, den kleineren Wettbewerber Peoplesoft zu übernehmen, kommen das Unternehmen teuer zu stehen. Wie aus einer Pflichtmitteilung des Datenbankriesen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, beliefen sich die entsprechenden Kosten im Ende Februar abgelaufenen dritten Geschäftsquartal auf 15 Millionen Dollar. Insgesamt summierten sich die akquisitionsbedingten Aufwendungen in den vergangenen neun Monaten auf 43,4 Millionen Dollar. Als Bereitstellungsgebühr für einen 1,5 Milliarden Dollar schweren Kredit musste Oracle außerdem fünf Millionen Dollar an Credit Suisse First Boston zahlen.

Mit dem Kredit will Oracle einen Teil des inzwischen auf 9,4 Milliarden Dollar in bar und Aktien angewachsenen Übernahmeangebots an die Peoplesoft-Aktionäre finanzieren. Die Erfolgschancen sind allerdings deutlich geschrumpft, nachdem sowohl US-Justizministerium wie auch EU-Kommission Vorbehalte gegen die Pläne geäußert haben. Die Kartellbehörden befürchten negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb, wenn sich die Nummer zwei und drei im Geschäft mit Business-Applikationen zusammenschließen. Infolge des nachlassenden Konkurrenzdrucks müssten die Kunden mit steigenden Preisen rechnen. (mb)