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A/B-Testing

Twitter verärgert Nutzer mit neuen Experimenten

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Twitter serviert seinen Nutzern dieser Tage offenbar mal wieder verstärkt Ungewohntes - und erntet dafür primär harsche Kritik.

Ein bisschen A/B-Testing ist bei Internet-Firmen wie Twitter an der Tagesordnung. Auf zwei aktuelle Experimente reagieren die Nutzer, die traditionell eine Menge Kontrolle über ihre Timeline gewohnt sind, ziemlich allergisch. Zum einen sind das eingestreute Tweets von Menschen, denen man selbst nicht folgt (aber andere Personen, denen man folgt, "Followees zweiten Grades" sozusagen). Und zum anderen Tweets, die man selbst als Favorit markiert, die aber bei Followern so erscheinen, als hätte man sie retweetet.

Ob Twitter mit diesen Versuchen tatsächlich beginnt, die zentrale Logik seines Kurznachrichtendienstes zu verändern, wie "The Atlantic" etwas vollmundig unterstellt, bleibt vorerst abzuwarten. Klar ist aber, dass Twitter weiter nach neuen Möglichkeiten für Nutzer- und Umsatzwachstum sucht und suchen muss - speziell seit dem Börsengang im vergangenen Jahr ist hier der Druck natürlich gewachsen.