Filter

Twitter und Instagram kämpfen um Nutzer-Fotos

11.12.2012
Der Kurzmitteilungsdienst Twitter verschärft den Wettstreit mit Facebook um Fotos der Nutzer.
Twitter auf dem Smartphone hat jetzt Fotofilter à la Instagram.
Twitter auf dem Smartphone hat jetzt Fotofilter à la Instagram.
Foto: Twitter

Die neue Smartphone-App von Twitter bietet wie die inzwischen zu Facebook gehörende Foto-Plattform Instagram die Möglichkeit, Bilder mit einer Auswahl an Farbfiltern zu verändern. Twitter kündigte die Foto-Filter in einem Blogeintrag in der Nacht zum Dienstag an. Während die Version für Smartphones mit dem Google -Betriebssystem Android umgehend verfügbar war, ließ die iPhone-Variante auch Stunden nach dem Blogeintrag noch auf sich warten.

Die Twitter-Nutzer hatten bereits am Wochenende die Rivalität zwischen Twitter und Facebook zu spüren bekommen. Instagram schränkte die Twitter-Unterstützung stark ein. Seitdem werden über Twitter verbreitete Instagram-Bilder nicht mehr im allgemein Nachrichtenstrom der Nutzer angezeigt, sondern nur noch einzeln auf einer Seite der Foto-Plattform aufgerufen. Das macht es für Nutzer etwas unbequemer, sie sich anzusehen. Instagram will damit die Nutzer auf der eigenen Plattform halten. Der Dienst kündigte ebenfalls eine neue App-Version mit besserer Kamera und einem neuem Filter an.

Die Bilder sind für die Online-Dienste nicht nur wegen der damit verbundenen Reichweite wertvoll, sondern auch wegen der Standort-Informationen, die oft von Smartphone-Kameras mitgespeichert werden. Facebook hatte rund eine Milliarde Dollar für Instagram geboten, wegen der Kursverfalls der Aktie des weltgrößten Online-Netzwerks lag der tatsächliche Wert des Deals dann etwas darunter. Instagram hat inzwischen mehr als 100 Millionen Nutzer. Twitter kommt auf rund 200 Millionen aktiven Mitglieder. (dpa/tc)