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Neue Kampfansage ans Ökosystem

Twitter startet eigenen Bilderdienst

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Internetdienst Twitter will dem Vernehmen nach einen eigenen Bilderdienst starten.
Twitter-CEO Dick Costolo
Twitter-CEO Dick Costolo
Foto: Joi Ito via Flickr

Das berichten übereinstimmend "TechCrunch" und das Blog "All Things Digital" des "Wall Street Journal", auf dessen Konferenz "D9" Twitter-Chef Dick Costolo morgen auftritt. Viele Twitter-Nutzer verbreiten vor allem über ihre mobile Endgeräte Fotos. Dazu waren sie bislang auf externe Services wie Twitpic, Yfrog, Instagram, Picplz oder Flickr angewiesen.

Vor allem Twitpic und der Yfrog-Betreiber Imageshack verdienen derzeit noch gutes Geld mit Anzeigen auf den Webseiten, welche die Fotos der Twitter-Nutzer einblenden. Das dürfte ein Grund sein, warum Twitter sich nun selbst auf dieses Terrain begibt. Mit einem Twitter-eigenen Bilderdienst lässt sich aber auch sicher die Integration von Fotos mit den maximal 140 Zeichen langen "Tweet"-Kurznachrichten noch verbessern.

Twitter versucht seit einiger Zeit verstärkt, die Nutzung seines Dienstes wieder stärker selbst zu kontrollieren. Unter anderem gab es früher in diesem Jahr eine Ansage an Third-Party-Entwickler, keine neuen Twitter-Clients mehr zu programmieren. Das sorgte bereits für einige Verstimmung im Twitter-Ökosystem. Viele Developer in diesem Bereich sind berechtigterweise der Ansicht, dass Twitter nicht zuletzt ihnen seine Popularität und sein Wachstum verdankt.